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Nicolai Hertlein

Bachelor of Arts, Architektur

Hallo Nicolai, erzähl uns doch ein bisschen von dir.

Hallo, ich bin Nico. Ich komme aus dem Fürther Land, habe Architektur in Nürnberg studiert und arbeite seit Oktober 2020 bei blauhaus.

Wie bist du zur Architektur gekommen?

Tatsächlich hatte ich den Beruf Architekt überhaupt nicht auf dem Schirm. Ganz im Gegenteil: Lange Zeit wollte ich in die Fußstapfen meines Vaters treten und Steuerberater werden. Nach meiner mittleren Reife habe ich deshalb zunächst eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten gemacht.Aber bereits währenddessen habe ich gemerkt, dass mir diese Arbeit auf Dauer zu eintönig ist. Deshalb habe ich mein Abitur nachgeholt und mich in dieser Zeit intensiv mit meiner beruflichen Zukunft beschäftigt. Ich habe viel recherchiert, mit Bekannten gesprochen und überlegt, was wirklich zu mir passt.Letztendlich haben mich mein Interesse am Gestalten und am Bauen zur Architektur geführt. Also habe ich Architektur an der TH Nürnberg studiert - und das war rückblickend genau die richtige Entscheidung.

Und dann bist du zu blauhaus gekommen?

Genau. Schon während des Studiums habe ich gemerkt, dass die eigentliche Herausforderung der Architektur oft nicht im Neubau liegt, sondern darin, bestehende Gebäude zu verstehen und weiterzuentwickeln.Gerade in Franken gibt es einen unglaublich vielfältigen Gebäudebestand mit viel Geschichte. Das macht das Arbeiten im Bestand besonders spannend. Als ich gesehen habe, dass genau das der Schwerpunkt von blauhaus ist, war für mich ziemlich schnell klar, dass ich mich hier bewerben möchte.

Was fasziniert dich denn am Bauen im Bestand?

Vor allem, dass kein Projekt dem anderen gleicht. Jedes Gebäude erzählt seine eigene Geschichte und bringt neue Herausforderungen mit sich. Einen festen Ablauf, der immer funktioniert, gibt es eigentlich nicht. Genau das macht den Reiz aus - man lernt ständig dazu und muss immer wieder neue Lösungen finden.Natürlich hätte ich auch Freude daran, einmal einen Neubau auf der grünen Wiese zu entwerfen und zu begleiten. Aber wenn man erlebt hat, wie aus einem in die Jahre gekommenen Gebäude wieder etwas Besonderes wird, dann merkt man erst, wie viel Potenzial im Bestand steckt.

Wie war dein Start im Büro?

Mein Einstieg war wirklich angenehm. Ich durfte direkt bei einem Projekt mitarbeiten, das gerade erst begonnen hatte. Dadurch konnte ich die einzelnen Planungsschritte von Anfang an kennenlernen.Direkt nach dem Studium hatte ich natürlich noch wenig praktische Erfahrung. Deshalb war ich froh, dass ich Schritt für Schritt an die Projekte herangeführt wurde und jederzeit Unterstützung bekommen habe. Das schätze ich bis heute sehr - wir helfen uns im Team gegenseitig und können uns jederzeit austauschen.

Was hast du seitdem alles bearbeitet?

Eigentlich fast alles, was den Architektenberuf ausmacht - von der Bestandsaufnahme und Grundlagenermittlung über Entwurfs- und Genehmigungsplanung bis hin zur Ausführungsplanung und Bauleitung.

Natürlich läuft nicht jedes Projekt völlig reibungslos. Es gibt immer wieder Herausforderungen oder unvorhergesehene Situationen. Aber genau dafür arbeitet man im Team zusammen und findet gemeinsam Lösungen. Bisher hat das immer gut funktioniert.

Es klingt so, als fühlst du dich hier ziemlich wohl.

Ja, definitiv.

Was machst du denn, wenn es mal nicht um Architektur geht?

Fußball begleitet mich eigentlich schon mein ganzes Leben. Als Kind habe ich zusätzlich Tennis gespielt, aber irgendwann gemerkt, dass mir ein Ball am Fuß doch deutlich mehr liegt als ein Schläger in der Hand.Inzwischen spiele ich bei meinem dritten Verein. Nach einigen Verletzungen und weil auch ich nicht jünger werde, weiß ich allerdings nicht, wie viele Jahre noch dazukommen.

Außerdem ist Musik eine große Leidenschaft von mir. Ich habe viele Jahre Schlagzeug gespielt und mir selbst ein bisschen Gitarre beigebracht. Seit meinem Auszug von zuhause ist das Schlagzeug leider etwas in den Hintergrund gerückt. Trotzdem höre ich nach wie vor sehr gerne Musik und gehe regelmäßig auf Konzerte und Festivals. Wenn ich schon nicht selbst spiele, dann zumindest als Zuhörer.

Du als Architekt - wünscht du dir irgendwann einmal ein eigenes Haus?

Auf jeden Fall. Meine Frau und ich wünschen uns schon lange die eigenen vier Wände, am liebsten ein freistehendes Haus auf dem Land. Als Architekt wäre es natürlich etwas ganz Besonderes, unser eigenes Zuhause selbst zu entwerfen und zu verwirklichen. Das ist in der heutigen Zeit allerdings finanziell kaum realisierbar. Aber auch Bestandsimmobilien sind mittlerweile so teuer geworden, dass der Traum vom Eigenheim momentan noch in weiter Ferne liegt. Deshalb halten wir einfach die Augen offen und hoffen, dass sich irgendwann die passende Gelegenheit ergibt.

Wo siehst du dich in zehn Jahren?

In erster Linie hoffe ich natürlich auf eine gesunde und glückliche Familie. Im Moment haben wir zwar "nur" unsere beiden Katzen, die wir scherzhaft unsere Kinder nennen, aber wer weiß, wie das in zehn Jahren aussieht.

Natürlich wünsche ich mir auch, dass wir bis dahin unser eigenes Zuhause gefunden haben.

Beruflich möchte ich vor allem weiterhin viele Erfahrungen sammeln, mich fachlich stetig weiterentwickeln und noch mehr Know-how aufbauen. In der Architektur lernt man schließlich nie aus - und genau das macht den Beruf so spannend.

Zum Abschluss das klassische blauhaus-Spiel - ein Begriff, eine Antwort:

Nachhaltigkeit: Verantwortung

blauhaus: Team

Architektur: Beständigkeit

Altbau: Charakter

Familie: Leben

Vielen Dank, lieber Nico

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