Projekte - Weiterbauen am historischen Ort -

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Weiterbauen am historischen Ort

Erweiterung des Pfarrhauses St. Anton

082 - Planungs- und Ausführungszeit: 2010 - 2018, Nürnberg

Vor einigen Jahren haben wir im Projekt 042 die Pfarrkirche in Stand gesetzt. Das angrenzende Pfarrhaus ist ebenfalls in die Jahre gekommen. Die Gemeinde wird kleiner und Umstrukturierungsprozesse in der Erzdiözese zwingen die Gemeinden sich zu restrukturieren: Gebäude werden verkauft, andere energetisch saniert und erweitert.

Wir beraten die Gemeinde seit Jahren und waren auch auf einer Klausurtagung anwesend, die richtungsweisende Impulse gab. Anstatt eines Fließtextes: Wortskizzen, denen nach intensivem Briefing echte Ideen und Skizzen folgten.

Thesen aus der Klausur 2010

Die Gemeinde wird viel kleiner und älter werden.
Viele Gruppen „laufen aus“ -> wird es in 20 Jahren nicht mehr geben.
Wir werden keinen Pfarrer mehr alleine für St. Anton haben.

Wir brauchen einen Ort für unsere bunte Vielfalt.
Ort für Menschen/Gemeinden mit anderem kulturellem Hintergrund.
Menschen brauchen einen Platz zum Zusammenkommen und zur Spiritualität.

Fragen:

Wie wirken sich Veränderungen auf die Nachbarschaft aus?
Wie stellen sich die Lösungen finanziell dar?        
Wie kann das Pfarrzentrum vermarktet werden?
Wo kann die Kinderkirche stattfinden?                                        
Können wir auf die Mieteinnahmen aus dem Pfarrhaus verzichten?

Wir lieben Struktur und Logik und wir finden so schnell heraus, was die Nutzer nicht benötigen. Momentan sind wir im Stadium der echten Skizzen. Der Weg zur Lösung wird hart, denn wir haben schon in den ersten Gesprächen mit den Denkmalschützern gemerkt, dass ein Neubau neben der Kirche als Verbindungselement zum Parrhaus hohe architektonische und menschliche Dialogbereitschaft erfordert.

Skizzen & Grundrisse

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Daten & Fakten

LeistungsschwerpunktErweiterungen / Anbauten / Aufstockungen, Neuerrichtungen, Projekt in Arbeit
Ihr GeschmackModern, Historisch
GebäudetypVillen / Sakralbauten / Museen
Bruttobaukosten› 1.500.000 €
Nutzfläche500 - 1000 m²
Gebäudealter1880 - 1910
Energetische VersorgungGaszentral-/Brennwerttechnik
LeistungsumfangLph 1-8 HOAI
Konstruktionsart des Entwurfshistorische Massivkonstruktion
Planungs- und Bauzeit2-3 Jahre
BauherrKirchen/Stiftungen/Vereine

Vor einigen Jahren haben wir im Projekt 042 die Pfarrkirche in Stand gesetzt. Das angrenzende Pfarrhaus ist ebenfalls in die Jahre gekommen. Dazu kommt, dass die Gemeinde immer kleiner wird und Umstrukturierungsprozesse in der Erzdiözese aus Bamberg stattfinden. Die Gemeinde St. Anton wird sich künftig umstrukturieren müssen.


Wir wurden damit beauftragt, den Entwurf und die Kostenberechnung für diesen Prozess zu entwickeln. Im Jahr 2011 hatten wir bereits ein Vorkonzept hierfür vorstellen dürfen. Momentan befinden wir uns in den finalen Arbeitsschritten dieses Konzept auszuarbeiten und die Kosten für eine Modernisierung des Pfarrzentrums St. Anton in Nürnberg vorlegen zu können.
Der Entwurf sieht die Einbindung des städtischen Kirchenvorplatzes in das Ensemble aus Kirche und Pfarrhaus vor. Absprachen und Vorgespräche mit der Stadt Nürnberg sind hierfür bereits vollzogen worden. Die unter Denkmalschutz stehenden Vorgärten des Pfarrhauses werden auf das Niveau des Kirchenvorplatzes angehoben. Ein neuer einstöckiger Pfarrsaal im Süden des Pfarrhauses soll als Neubau entstehen.


Der gesamte Keller im Bestand wird um fast einen Meter tiefergelegt, da für die neuen Nutzungskonzepte der Kirchenverwaltung neue Räumlichkeiten zu Verfügung stehen müssen. Die bestehenden Fundamente werden hierfür unterfangen.
Die Haustechnik des Bestandsgebäudes wird komplett erneuert. Im Zuge der Maßnahme soll die Kirche – früher mit eigener Heizzentrale – eine neue Heizzentrale erhalten und das Pfarrhaus quasi durch Fernwärme mitversorgen. Sämtliche Leitungen werden ausgetauscht und auf den heutigen Standard gebracht.


Der neue Pfarrsaal erhält eine vorgehängte Ziegelfassade aus „Kolumbasteinen“, die im Bereich des Lichtbandes des über den Gehweg ragenden Kellergeschosses perforiert ist, um die Räumlichkeiten dahinter belichten zu können. Der Kolumbastein weist sich durch ein ungewöhnliches Steinformat von 53x11x3 cm aus. Der Lehmstein wird noch per Hand einzeln gefertigt und erhält somit ein heterogenes Gesamtbild. Kein Stein gleicht dem anderen. Die Perforierung im Sockelbereich nimmt das Ziegelformat des Kirchenbaus auf und fügt sich somit in das Ensemble mit ein, ohne gleich oder wichtiger erscheinen zu wollen.
Neue Medientechnik wie Beamer und Soundanlagen erfüllen die heutigen Ansprüche eines modernen Veranstaltungssaales.


Da das gesamte Ensemble unter Denkmalschutz steht, sind wir bereits in der Planung stets mit der Unteren Denkmalschutzbehörde Nürnberg sowie dem Bayerischem Landesamt für Denkmalpflege in Kontakt. Sämtliche Oberflächen wurden auf historische Befunde untersucht und ein Farbkonzept entwickelt, das die originalen Wand-, Decken- und Bodenbeläge wieder zu ihrem Ursprungszustand bringen sollen.


Daten:

Fläche Neubau 700 m2
Fläche Altbau 1.600 m2
Baukosten 3 Mio €
geplante Bauzeit: 18 Monate
Fachplaner:

  • Statik
  • Haustechnik
  • Restauratoren
  • Bauphysiker
  • Schadstofftechniker
  • Bauakustiker
  • Bodengutachter

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