Projekte - Umbau und Erweiterung eines denkmalgeschützten Mehrfamilienhauses - Unser Architekturbüro hat schön häufig Architekten nach Fürth geschickt - für dieses Denkmalschutz-Projekt besonders gerne.

  • Bild: Baudenkmal in der Fürther Innenstadt
  • Bild: Architekten haben Weitblick eingeplant
  • Bild: Edeldetail: Fassade
  • Bild: Fassadenprofil
  • Bild: Balkone auf der Hofseite
  • Bild: Nach dem Dachabbruch
  • Bild: Haus ohne Dach notgesichert
  • Bild: Aufrichten des Dachstuhls
  • Bild: Hier braucht man viel Phantasie
  • Bild: Holzschädlingsbefall im 3. OG
  • Bild: Dachwohnung
  • Bild: Die EnEV Einhaltung ist selbstverständlich
  • Bild: Das Mehrfamilienhaus wurde von der Städtebauförderung unterstützt
  • Bild: Der Umbau entpuppte sich als voller Erfolg
  • Bild: Erweiterung des Wohnraums im Dachgeschoss

Projektbilder

  • Bild: Baudenkmal in der Fürther InnenstadtBaudenkmal in der Fürther Innenstadt
  • Bild: Architekten haben Weitblick eingeplantArchitekten haben Weitblick eingeplant
  • Bild: Edeldetail: FassadeEdeldetail: Fassade
  • Bild: FassadenprofilFassadenprofil
  • Bild: Balkone auf der HofseiteBalkone auf der Hofseite
  • Bild: Nach dem DachabbruchNach dem Dachabbruch
  • Bild: Haus ohne Dach notgesichertHaus ohne Dach notgesichert
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  • Bild: Holzschädlingsbefall im 3. OGHolzschädlingsbefall im 3. OG
  • Bild: DachwohnungDachwohnung
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  • Bild: Das Mehrfamilienhaus wurde von der Städtebauförderung unterstütztDas Mehrfamilienhaus wurde von der Städtebauförderung unterstützt
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  • Bild: Erweiterung des Wohnraums im DachgeschossErweiterung des Wohnraums im Dachgeschoss
  • Bild: AnsichtAnsicht
  • Bild: Grundriss DachgeschossGrundriss Dachgeschoss
  • Bild: Grundriss ErdgeschossGrundriss Erdgeschoss
  • Bild: Schnitte / AnsichtenSchnitte / Ansichten

Umbau und Erweiterung eines denkmalgeschützten Mehrfamilienhauses

077 - Planungs- und Ausführungszeit 2011 - 2012, Fürth

Ich möchte Ihnen im folgenden Text mein Projekt näher bringen, das ich nach dem Beenden meines Studiums alleine betreuen werde. Mein Chef meinte, ich möge den Text doch selber entwerfen – es sei mein Projekt. Gesagt, getan! Eine aufgegebene Gaststätte, fünf kleine Wohnungen ohne ansprechenden Grundriss sowie ein Dachboden, der als Abstellraum genutzt wurde – diese Grundlagen boten sich uns, als wir Architekten mit unserem Projekt "Anger Sieben" in Fürth starteten. "Anger Sieben", der Projekttitel beschreibt die Lage des Bauvorhabens in der Angerstrasse 7, mitten in der belebten Altstadt Fürths, nahe dem bekannten Grünen Markt und dem Kunst-, Kultur– und Kneipenviertel St. Michael. Das Objekt wurde 1887 als dreigeschossiges Neurenaissance-Mietshaus mit Mansarddach erbaut. Das Haus gliedert sich durch verschiedene Fassadenmaterialien in zwei Gebäudeteile, die Fassade an der Straßenecke Anger- und Ammonstraße besteht aus Sandstein, die Fassade zur Ammonstraße aus Rotbackstein. Fast schon logisch, dass dieses Füther Altstadthaus unter Denkmalschutz steht. Denkmalschutz vereint mit gemütlichem Wohnen
Als Ziel hat sich unser Architekturbüro hochwertiges Wohnen in ruhiger Altstadtnähe gesetzt. Urbaner Luxus mitten in Fürth. Die alte Gaststätte wird umgenutzt, die kleinen Wohnungen zu großzügigen 4-Zimmer-Appartements mit offenem Grundriss umgeplant. Insgesamt entstehen so fünf großzügige Wohneinheiten mit Wohnflächen zwischen 100 und 115 qm. Der Wohnraum wird durch eine neue Balkonanlage im Hinterhof in Südlage erweitert.

Ein besonderes Schmankerl entsteht im ehemaligen Dachboden. Der Dachstuhl musste aufgrund starker Feuchtigkeitsschäden neu aufgebaut werden. Dadurch bot sich unserem Architekturbüro die Möglichkeit den Wohnraum zu erweitern, indem  dieser um etwa acht Zentimeter angehoben wurde. Auf der Südseite erhält die Dachgeschosswohnung drei Gauben, ausgebildet als französische Balkone. Statt eines Balkons wird hier eine großzügige Dachloggia mit Blick über das Fürther Altstadtviertel errichtet. Eine weitere kleine Loggia wird die nördlichen Dachflächen zieren, hier kann der Bewohner den Blick über St. Michael und die Pegnitzauen schweifen lassen. Königsdisziplin für Architekten - Sanieren unter Denkmalschutz Auf die Erhaltung oder Wiederherstellung der denkmalgeschützten Bauteile wird allergrößter Wert gelegt. So wird die Granittreppe mit dem filigranen Geländer saniert, die alten Dielenböden werden wieder aufgearbeitet, die denkmalgeschützten Türen und Zargen restauriert, die Dachdeckung wird in Naturschiefer ausgeführt und neue Fenster wurden nach denkmalschutzrechtlichen Auflagen gefertigt. Die EnEV Einhaltung ist selbstverständlich. Durch die enge Zusammenarbeit, fast schon freundschaftliche Verbindung von Bauherr und Architekt, bin ich überzeugt, dass das Projekt "Anger Sieben" nach Fertigstellung die Fürther Altstadt um tolle neue Wohneineinheiten bereichern wird. Und auch ich bin um einige Erfahrungen in meiner Heimatstadt reicher.

Das Wohnhaus in der Angerstraße ist ein Baudenkmal in der Fürther Innenstadt. Fürth zeichnet sich durch seine 2064 Baudenkmälern als Stadt mit dem größten relativen Denkmalbestand (im Verhältnis zur Bevölkerungszahl) aller Großstädte Bayerns und viertgrößter in Deutschland aus. Zum Erhalt dieses Erbes hat sich Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung eingesetzt und 2011 wurde das Programm zur Städtebauförderung „Stadt- und Ortsteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die Soziale Stadt“ umgesetzt. Ziel der Maßnahmen der Städtebauförderung ist es, insbesondere durch Ausbau der kommunalen Infrastruktur, durch Sanierung und Modernisierung sowie zweckentsprechende Umnutzung des Altbaubestandes die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass eine attraktive und vitale Nutzungsvielfalt in der Innenstadt erhalten bleibt.

Das Mehrfamilienhaus in der Angerstraße viel genau in dieses Schema und wurde von der Förderung unterstützt; innerhalb von 12 Monaten sind hier vier Wohnungen mit je durchschnittlich 100 m² entstanden. Die schnelle Baudurchführung gelang mit einem besonderen Konzept; Planung, Genehmigungsanträge und Ausschreibungen liefen parallel zum Bau, was am Ende zu einem wirtschaftlichen Ausgang des Vorhabens verhalf.

Das Gebäude wird mit einer Niederbrennwerttechnik betrieben und ist, aufgrund des Denkmalschutzes, mit einem ökologischen Innendämmsystem ausgestattet, um die Optik der alten Fassade unberührt zu lassen. Die Fassade ist straßenseitig Naturstein- und Klinkersichtig. Alle Materialien sind ökologisch und umweltfreundlich, die Dämmung erfolgt diffusionsoffen, die Putze sind Kalkputze und Silikat Farben.

Der Umbau entpuppte sich als voller Erfolg; die hochwertigen, hellen und freundlichen Mietwohnungen wurden innerhalb von vier Wochen vermittelt.

Skizzen & Grundrisse

  • Ansicht
  • Grundriss Dachgeschoss
  • Grundriss Erdgeschoss
  • Schnitte / Ansichten

Daten & Fakten

Leistungsschwerpunkt
Umbauten, Energetische Modernisierung
Ihr Geschmack
Historisch, Modern
Gebäudetyp
Mehrfamilienhäuser, Lofts / Dächer
Bruttobaukosten
250.000- 500.000 €
Nutzfläche
200- 500 m²
Gebäudealter
1880- 1910
Energetische Versorgung
Gaszentral-/Brennwerttechnik
Leistungsumfang
Lph 1-8 HOAI
Konstruktionsart des Entwurfs
historische Massivkonstruktion
Planungs- und Bauzeit
1-1,5 Jahre
Bauherr
WEG

Anger Sieben – Der Projekttitel ist Programm. Das 1887 erbaute, dreigeschossige Haus liegt zentral in der Fürther Innenstadt, nahe des Grünen Marktes und der Fürther Kneipenmeile Gustavstraße, in der Angerstraße.

Das Mietshaus mit 6 Wohneinheiten, einer Gaststätte und einem bis dato ungenutzten Dachraum bot sich an, um den Fürther Bürgern offenes, modernes Wohnen in einer der schönsten Ecken der Stadt zu ermöglichen. Die alte Gaststätte wurde umgenutzt, die kleinen Wohnungen zu großzügigen 4–Zimmer–Appartements mit offenem Grundriss umgeplant. Es entstehen fünf großzügige Wohneinheiten mit Wohnflächen zwischen 100 und 115 qm.

Unser Planungsauftrag beinhaltet die denkmalgerechte Sanierung des Gebäudes mit dem Ziel hochwertigen Wohnraum zu schaffen:

  1. Zusammenlegen der 6 Wohneinheiten im 1. bis 3. OG zu drei großzügigen Wohnungen.
  2. Umnutzung der ehemaligen Gaststätte im Erdgeschoss in eine Einheit zum kombinierten Wohnen und Arbeiten.
  3. Neuerrichtung des Dachstuhls aufgrund des desolaten Zustands mit Ausbau des Dachgeschosses zu einem kleinen lichtdurchfluteten Dach-Loft.
  4. Anheben des Dachstuhls im Zuge der Neuerrichtung.
  5. Dämmung und Neueindeckung des Daches mit Schiefer und Restaurierung der bauzeitlichen Gauben an den denkmalgeschützten Straßenfassaden.
  6. Denkmalgerechte Restaurierung der bauzeitlichen Bauteile, wie z.B. Hauseingangstüren und Innentüren, Überarbeiten der historischen Granittreppe und des Geländers. Die neuen Türen und Fenster wurden dem historischen Vorbild nachempfunden.
  7. Dämmen der straßenseitigen Sandstein- und Ziegelfassaden mit hochwertiger ökologischer Innendämmung und Anbringung eines Wärmedämmverbundsystems an den Hoffassaden.
  8. Errichtung einer Balkonanlage, Herstellen von zwei Dachloggien.
  9. Instandsetzung des Kellergeschosses, Einbau einer Niedertemperaturheizung, Neuerrichtung einer Mülltonnenstation und Herstellen eines Fahrradabstellbereiches.


Planung und Bauzeit liefen einher, so dass sich uns so manche Schwierigkeit in den Weg stellte. Dennoch konnten Planung, Genehmigung, Ausschreibung und Ausführung innerhalb eines Jahres realisiert werden.

Noch einige Fakten zum Anger Sieben:

  • Baujahr 1887
  • Neurenaissance
  • Wohnflächen nach Umbau: 500 qm
  • Planungs- und Bauzeit: 12 Monate
  • Verbaut wurden
  • 10 Tonnen Kalkputz
  • 2,1 Tonnen Sanierputz
  • 300 qm Innendämmung
  • 160 qm Wärmedämmverbundsystem
  • 170 qm Schieferdeckung
  • 1.200 kg Stahl (Statik)
  • 5 m³ Holz (Dachstuhl)
  • 70 Fenster

(Die Bruttobaukosten Kostengruppe 300 und 400 nach DIN 276 lagen bei ca. 1.100 Euro/qm vermietbare Fläche).

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