Projektbilder

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  • Bild: Blick vom 2. OG in den WintergartenBlick vom 2. OG in den Wintergarten
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Restaurierung des historischen Treppenraumes im Hotel Victoria

Die Restaurierung historischer Architektur ist eine besondere Aufgabe des Bauen im Bestand

063 - Planungs- und Ausführungszeit 2009, Nürnberg

Die Restaurierung historischer Architektur ist eine besondere und außergewöhnliche Aufgabe. Gerade wenn wir, wie im Falle des Hotel Victoria, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit über Jahre vorweisen können. Bauen im Bestand wird dann zu einem gemeinsamen Projekt zwischen der Bauüberwachung und dem Bauherren. Eine Symbiose aus Kunde und Dienstleister.

Zitat aus der Internetseite des Hotels:

„In unserem Stadthotel finden Sie eine inspirierende Umgebung für Ihre Tagung mitten in Nürnbergs Altstadt. Der ideale Veranstaltungsraum und das ausgefallene Ambiente kombiniert mit ..."

Anspruch und Wirklichkeit: Wenn die Bauüberwachung einschreiten muss

Die Idee war klar: Damit es noch attraktiver wird, restaurieren wir die Historische Architektur im Treppenraum, ergänzen ihn mit einem Wintergarten mit Séparée, beseitigen Brandschutzmängel und planen ein Konzept für etwas wirklich Einmaliges. Bauen im Bestand mit einem ästhetisch anspruchsvollen Ziel.

Leider ist es ein Traum geblieben. Wir konnten das Projekt nicht problemlos beenden. Wir haben als verantwortliche Bauüberwachung in unserer 15-jährigen Bürogeschichte das erste Mal einer Firma während eines laufenden Projekts gekündigt. Wir haben danach ein Beweissicherungsverfahren durchgeführt, eine neue Ausschreibung war nötig, eine neue Bauleitung ebenso. Wir haben noch einmal das Dreifache des Bauleitungsaufwands gehabt, um das Versagen der Hauptfirma des Projektes zu kompensieren. Ich empfehle niemandem, wenn es möglich ist, wichtigen Hauptfirmen während eines laufenden Projektes zu kündigen, aber oft müssen diese Schritte gemacht werden, um das Projekt überhaupt zum Erfolg zu führen.

Dieses Projekt ist eines der Folgeprojekte aus den Projekten 043 und 054 und liegt voll in unserer Nachhaltigkeitslinie im Hotel Victoria, das bestehende zu retten und das neue kontextuell einzupassen. Unser Auftrag lautete in diesem Abschnitt nach Abschluss der Entwurfsphase wie folgt:

  1. Restaurierung des bauzeitlichen Treppenraums
  2. Einbau eines Wintergartens als kleinen Konferenzraum in den historischen Innenhof
  3. Beseitigen von Brandschutzmängeln

Nach erneuter Bestandsaufnahme und Schadenskartierung, begannen wir mit dem Entwurf, der dann finalisiert Grundlage für die denkmalrechtliche Genehmigung wurde.

Einige Worte zu der Lösung der Aufgaben in Bezug auf Entwurf und Konstruktion

Zur Restaurierung des Treppenraumes: Es handelt sich um vier Geschosstreppen, die jeweils über Haupt- und Zwischenpodeste ihre Richtung um 360 Grad änderten. Konstruktiv waren es massive eingespannte Granitstufen, die beim Aufmauern der tragenden Wände mit versetzt wurden. Das Geländer war eine schmiedeeiserne Konstruktion mit einem Eichenhandlauf. Die gestalterische Fassung von 1972 sah wie folgt aus: Granittreppenuntersichten waren mehrlagig geputzt, die Granittreppenober- und -stirnseiten mit Teppich beklebt, die Geländer und Handläufe lackiert.

Der Ansatz, die Flächen freizulegen, erforderte einen staubdichten Treppenraum, denn wir haben Strahlarbeiten geplant, nachdem von Steinmetzen, die Treppen manuell schon freigelegt waren. Das funktionierte, aber es dauerte doppelt so lange, was den Zeitplan strapazierte und die Puffer auffraß.
Nach der Freilegung führten wir Feinretuschen durch Steinmetze, Maler und Restauratoren aus und finalisierten das Ganze mit einem klassischen roten, eingerückten Teppichband und Neufassung der Wandoberflächen, des Beleuchtungskonzeptes und Wiedereinbau des Handlaufs.

Der Wintergarten oder Lichtblick war bauzeitlich ein Innenhof von ca. 30 qm und einer Höhe von 20 m. In den 50er Jahren wurde er im ersten und zweiten Obergeschoss als Treppenraum überbaut. Wir haben diese Treppe belassen, aber die Decke im zweiten Obergeschoss entfernt und eine neue mit einer Lichtkuppel eingebaut und das Ganze dann innenarchitektonisch als Kaminzimmer mit Medienplatz für die Gäste konzipiert.

Einige Worte noch zur Kündigung der Schreinerfirma während der Bauzeit: Die Firma war für alle Brandschutzverglasungen, Brandschutztüren und akustisch wirksame Holzoberflächen beauftragt. Bei Schreinerarbeiten dieser Güte, merkt man die Fehler oft erst, wenn alles eingebaut wird. Bei einem Hotelumbau ist das oft erst am Ende. So war es auch hier: es waren oft nur Millimeter und Zentimeter, aber das geht nicht. Wir haben eine private Beweissicherung erstellt, einen Juristen aktiviert, einen Fachgutachter beauftragt zur Einholung einer zweiten Meinung und das Ganze als Provisorium fertiggestellt. Anschließen juristisch abgesichert eine Drittfirma beauftragt, die nach drei Monaten alles wieder entfernte und neu erstellte.

Alle Arbeiten wurden bei laufenden Betrieb ausgeführt, was uns immer wieder wundert, dass Beschwerden relativ gering waren. Wir wissen, dass sich die Mitarbeiter und die Chefin extrem in diesen lauten Phasen um ihre Gäste kümmerten.

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Skizzen & Grundrisse

  • Ansicht Frauentorgraben
  • Ansicht Klarissenplatz
  • Grundriss Zwischengeschoss
  • Schnitt Gesamt
  • Schnitt Wintergarten/Kuppel
  • Schnitte

Daten & Fakten

Leistungsschwerpunkt
Instandsetzungen / Bauwerksanalyse + Untersuchung, Baudenkmalpflege
Ihr Geschmack
Historisch
Gebäudetyp
Hotels / Beherbergungsstätten
Bruttobaukosten
75.001 - 250.000 €
Nutzfläche
201 - 500 m²
Gebäudealter
1881 - 1910
Energetische Versorgung
Holzpellets/Fernheizung
Leistungsumfang
Lph 1-8 HOAI
Konstruktionsart des Entwurfs
historische Massivkonstruktion
Planungs- und Bauzeit
1-1,5 Jahre
Bauherr
Familienunternehmen/Mittelstandsunternehmen

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blauhaus Architekten BDA

Campestraße 10
90419 Nürnberg
Deutschland

E: mailblauhaus.LÖSCHEN.net
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Wir bearbeiten im Projektgeschäft folgende Sprachen: Englisch, Russisch, Kurdisch

 

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