Bilder
1 Brunnenstube vorher
2 Brunnenstube nachher
3 Hof vorher
4 Hof nachher
5 Straßenfassade vorher
6 Straßenfassade nachher
7 Wohnbereich vorher
8 Wohnbereich nachher
9 Wohnen an den Hesperien-Plakat
10 Wohnen an den Hesperien-Lageplan
Grundriss DG, Aufsicht, Ansicht Süd
Grundrisse KG, EG und OG
Grundrisse, Schnitte, Ansichten
Schnitte
Ansichten, Abstandsflächen
Instandsetzung und Erweiterung eines denkmalgeschützten Wohnhauses
Geschichte weitergebaut: Denkmalgerechte Sanierung mit moderner Erweiterung der ehemaligen Pinselfabrik
175 Planungs- und Ausführungszeit 2026
Wir hatten bereits über die Instandsetzung des Vorderhauses der ehemaligen Pinselfabrik (Projekt 160) in St. Johannis, Nürnberg, berichtet.
Mittlerweile haben wir das Projekt abgeschlossen und das denkmalgeschützte Haus ist nach mehrjährigem Leerstand wieder bewohnt.
Das Konzept: Ein gläsernes Zentrum
Die ursprüngliche Entwurfsidee, die interne Erschließung durch das Einsetzen eines filigranen Glasanbaus zu lösen, wurde beibehalten. Der neue, gläserne Anbau verbindet die einzelnen Gebäudeteile, bildet ein neues Zentrum im Haus und drängt sich dennoch nicht in den Vordergrund.
Schon hieran lässt sich das Gesamtkonzept ablesen: Geschichte bewahren, sinnvoll ergänzen und in der Kombination ein Gebäude mit Respekt vor seiner Geschichte in die Moderne überführen.
Fassade & Energie: Die Verschmelzung von Alt und Neu
Der historische Bestand sollte seinen Charakter behalten und diesen auch nach der Maßnahme weiterhin präsentieren. Die neue Hülle des Gebäudes, einerseits durch einen Spezialputz hochgedämmt, andererseits der über die Jahrhunderte verformten Fassade folgend, steht sinnbildlich für die Verschmelzung von Altem und Neuem, von Historischem und Modernem.
Ebenso verhält es sich mit den Dächern des Ensembles. Die vor Ort vorgefundenen, bauzeitlichen, handgestrichenen Biberziegel wurden wiederverwendet, und die Dachfläche führt so das Konzept der Fassade fort. Dem Historischen gegenüber steht die untergeordnete Dachfläche der Remise. Mit einem zurückhaltend gestalteten PV-Dach ausgestattet, versorgt sie die neue Wärmepumpe.
Innenraum: Fenster in die Vergangenheit
Auch im Inneren setzt sich dieses Zusammenspiel fort. Nicht mehr benötigte neuzeitliche Einbauten und Schichten wurden behutsam entfernt. Historische Befunde wurden gesichert und als "Fenster in die Vergangenheit" sichtbar belassen.
Grundrisse & Substanz: Respekt vor der Struktur
Grundrissänderungen waren kaum nötig. Lediglich behutsam gesetzte Leichtbauwände gliedern vereinzelt Räume für ihre neue Nutzung. Eingriffe in die historische Substanz wurden vermieden und, wenn erforderlich, kongruent zu bereits früher erfolgten Eingriffen ausgeführt.
Die Treppe: Neuinterpretation des 16. Jahrhunderts
So auch die neue, alte Treppe in das Obergeschoss. Die bestehende Tragkonstruktion aus dem 16. Jahrhundert wurde weiterverwendet. Die maroden neuzeitlichen Stufen wurden durch neue Blockstufen ersetzt. Als Vorbild diente die erhaltene bauzeitliche Blockstufentreppe in das Dachgeschoss. Allerdings ist die neue Treppe keine Nachbildung, sondern eine bewusste Neuinterpretation in Kombination mit dem Bestand.
Unser Ziel war die stimmige Kombination moderner Materialien mit dem historischen Kern des Hauses. Neues soll dabei nicht historisierend versteckt werden, sondern ehrlich sichtbar bleiben und das Alte, auch durch den bewussten Kontrast, ergänzen und hervorheben.
So ist es uns gelungen, ein Haus, das bei Beginn unserer Arbeit verlassen und heruntergekommen wirkte, in ein lebendiges Zuhause für eine Familie zu verwandeln. Gleichzeitig konnten wir die Geschichte des Gebäudes herausarbeiten und erlebbar machen, ohne Kompromisse bei einer zeitgemäßen Nutzung einzugehen.
Skizzen & Grundrisse
Daten & Fakten
blauhaus Architekten BDA
Campestraße 10
90419 Nürnberg
Deutschland
E: mail@[at]blauhaus.[dot]net
T: 0911 - 393 735 80
Wir bearbeiten im Projektgeschäft folgende Sprachen: Deutsch, Englisch, Russisch
















