Bilder
Historische Fassade - Moderner Kern
Wandheizung mit Innendämmung zum Parketterhalt
Es werde Licht - durch die freigelegte ehemalige Balkontüre
Bauzeitliche flexible Raumteilung instandgesetzt
Ökologische Fußbodendämmung und neues Eichenparkett
Parketterhalt durch Wandheizung im hellen Anbau aus der Nachkriegszeit
Abstufungen schaffen Tiefe und erfüllen energetische Funktionen
Obergeschoss Schiebetür wurde freigelegt und neues Leben eingehaucht
Ein neues Gäste-WC versteckt sich im edlen Flur
Alte Juramarmor-Fensterbänke als Bodenbelag an neuem Eichenparkett
Übergang von historischem Lärchenparkett zu neuen Eichendielen
Grundrisse Keller und EG
Grundrisse OG 1 und OG 2
Transition Anbau
Transition Wohnraum
Transition Kinderzimmer 2
Transition Küche
Transition Schlafzimmer
Bauteilöffnungen
Balkenkopfdämmung
Behutsam modernisiert - Die Geschichte einer ökologischen Transformation
Ein Bau in fünf Akten
173 Planungs- und Ausführungszeit 2024 - 2025, Nürnberg
Das Wohnhaus im Nürnberger Osten ist ein Charakterbau - tief verwurzelt in der Stadtgeschichte. Es trägt die Spuren seiner Zeit: den spätklassizistischen Ursprung, die Formenlust der Gründerjahre, den Wiederaufbau der Nachkriegszeit. Im Krieg fast vollständig zerstört, wurde es neu errichtet und blieb in seiner äußeren Erscheinung unverändert - ein Haus mit vielen Leben.
Nun wird ein neues Kapitel geschrieben: die ökologische Erneuerung. Zwei von drei Wohnungen wurden neu gedacht - vorsichtig, klar und mit großem Respekt vor der Bausubstanz. Gemeinsam mit dem Bauherrn entstand ein Projekt, das Vergangenheit und Zukunft in einen ehrlichen Dialog bringt.
1. Akt: Der Boden
Der Umbau beginnt dort, wo die meisten nicht hinschauen - im Fundament. Statt konventioneller Abdichtung liegt unter dem Hochparterre eine Schicht aus Glasschaumschotter, die Wärmedämmung und Feuchteschutz zugleich bietet. Darüber entsteht ein konsequent diffusionsoffener Bodenaufbau aus Holzlattung, Holzfaserdämmung und Mehrschichtdielen aus Eiche. Zementfrei, ökologisch, dauerhaft stabil - eine Lösung mit innerer Logik und handwerklicher Klarheit. Lediglich im Anbau wurde als Kompromiss eine PUR-Hochleistungsdämmung gewählt um die bestehende Bodenplatte zu erhalten. Im Obergeschoss blieb das originale Parkett als Zeitzeuge bestehen.
2. Akt: Die Fenster
Die geschichtsträchtige Fassade blieb erhalten. Doch hinter den Rahmen vollzog sich ein leiser Wandel: historische Einscheibenfenster wurden durch dreifach verglaste Holz-Alufenster ersetzt - mit verdeckten Falzlüftern für ein gesundes Raumklima. Im Hochparterre wurden nur die Scheiben getauscht, die Rahmen konnten bleiben. Liebe zum Detail zeigt sich in der Leibungsdämmung aus Holzfaser, präzise gesetzt, um Wärmebrücken zu vermeiden.
3. Akt: Die Wärme
Unter dem neuen Kalkputz verbirgt sich eine Wandheizung hinter Holzfaser-Platten, die milde Strahlungswärme spendet. Dieses System zieht sich nun durch beide Wohnungen - verbunden durch das Prinzip des wohngesunden, atmungsaktiven Bauens. Flankierend gedämmte Wände, sorgfältig behandelte Holzbalkenköpfe und eine Kellerdeckendämmung komplettieren das energetische Konzept.
4. Akt: Die Details
Zwei restaurierte Schiebetüren aus Holz mit Ornamentglas gleiten wieder lautlos in ihre Taschen - kleine Gesten mit großer Wirkung. Juramarmor-Fensterbänke erhielten als Boden- und Wandbelag ein zweites Leben. Neu installierte Sanitär- und Elektrotechnik sowie eine Luft-Wärmepumpe bilden das ökologische Rückgrat. Die Sanierung erfolgte im laufenden Betrieb - mit präziser Abstimmung und gegenseitigem Vertrauen zwischen Bauherr, Mietern und Handwerkern.
5. Akt: Die Zukunft
Dieses Haus wurde nicht nur saniert - es wurde verwandelt. Es steht als Beispiel dafür, wie mutige Bauherren, handwerkliches Können und architektonische Haltung zusammenwirken können. Die vorbereiteten Anschlüsse für weitere Technologien im Dachgeschoss zeigen: Die ökologische Transformation ist kein Endpunkt, sondern ein offener Prozess. Ein Beitrag auf dem Weg zu einem klimaneutralen Gebäudebestand, getragen von Überzeugung und Begeisterung - ganz im Geist von blauhaus.
Skizzen & Grundrisse
Daten & Fakten
blauhaus Architekten BDA
Campestraße 10
90419 Nürnberg
Deutschland
E: mail@[at]blauhaus.[dot]net
T: 0911 - 393 735 80
Wir bearbeiten im Projektgeschäft folgende Sprachen: Deutsch, Englisch, Russisch





















