Bilder
Staedtisches Umfeld
Zwerchgiebel mit Turmgaube vorher
Zwerchgiebel mit Turmgaube nachher
Stadtbild
Neue Nutzungsvielfalt
Ein Haus für Gunzenhausen
Offene Balkenlage im Wohnraum
Aufarbeitung historischer Türen
Historische Stuckdecke
Erhaltenes Bleiglasfenster
Längsschnitt
Querschnitt
Ansicht Sued
Ansicht West
Ansicht Hof Ost
Instandsetzung und Modernisierung stadtbildprägender Architektur im Herzen Gunzenhausens
140 Planungs- und Ausführungszeit 2018 - 2025, Gunzenhausen
Wer Gunzenhausen kennt, dem wird nicht entgangen sein, dass sich viele Fassaden der historischen Innenstadt in ihrer ursprünglichen Farbigkeit präsentieren. So überrascht es kaum, dass auch die Rathausstraße von verwitterten, bunt gestalteten Turmdachaufbauten geprägt ist - etwa auf einem minzgrünen Eckhaus mit ziegelroter Biberschwanzdeckung, das den Blick in Richtung Marktplatz lenkt. Trotz jahrelangem Leerstand und sichtbarem Verfall war dieses Gebäude stets ein unverzichtbarer Bestandteil des Stadtbildes.
Nicht nur farblich, auch architektonisch zeigt sich das Haus vielfältig. Unsere bauhistorische Untersuchung ergab, dass das Gebäude um 1617 im Stil der Renaissance errichtet wurde, 1716 einen barocken Anbau erhielt und zuletzt 1912 im neubarocken Stil umgebaut wurde. In diese historische Entwicklung reiht sich nun ein weiterer bedeutender Abschnitt ein - die Instandsetzung, Modernisierung und Erweiterung durch blauhaus Architekten BDA.
Die dritte große Transformation - behutsam und substanzerhaltend
Ziel war es nicht, das Gebäude in modischem Weiß mit schwarzen Fenstern zu "modernisieren", sondern seine bauzeitliche Ausstrahlung zu bewahren und gleichzeitig an heutige Anforderungen anzupassen - so, als wäre es immer schon so gewesen.
Die neue Dacheindeckung erfolgte mit naturbelassenen, materialgerecht gebrannten Biberschwanzziegeln in ortstypischem Rot. Der markante Dachaufbau wurde energetisch ertüchtigt, ohne den denkmalpflegerischen Anspruch zu kompromittieren. Die massiven Außenwände aus Sand- und Ziegelstein wurden innenseitig mit mineralischen und lehmhaltigen Dämmstoffen versehen, die diffusionsoffen, kapillaraktiv und raumklimatisch ausgewogen wirken.
Eine effiziente Pellet-Zentralheizung bildet das neue energetische Rückgrat des Gebäudes. Zur barrierefreien Erschließung der Obergeschosse wurde ein Aufzug im Hofbereich ergänzt. Die neu gestalteten Wohnflächen und Bäder wurden im gestalterischen Kontext des Bestands entwickelt.
Besonders erwähnenswert ist die neue Nutzungsvielfalt: Ehemals unzugängliche Bereiche - wie die Scheune oder der Innenhof - wurden erschlossen. Letzterer ist nun halböffentlich und trägt zur sozialen Durchmischung bei.
Ein Haus für Gunzenhausen
Das Gebäude wird weiterhin als Wohnhaus mit gewerblicher Nutzung im Erdgeschoss dienen - offen für Familien, Alleinstehende, Jung und Alt. Dieses Projekt konnte nur dank des großen Engagements der Bauherrschaft realisiert werden, die in enger Abstimmung mit der Stadt, der Heimatpflege sowie den zuständigen Denkmalschutzbehörden agierte. Mit viel Eigeninitiative wurde so der Erhalt eines prägenden Bausteins der Gunzenhausener Stadtstruktur gesichert.
Es ist ein Haus entstanden, das nicht nur die Geschichte der Stadt bewahrt, sondern sie fortschreibt - und damit auch ein Zeichen setzt für kommende Generationen im Rhythmus der Bauhistorie.
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Skizzen & Grundrisse
Daten & Fakten
blauhaus Architekten BDA
Campestraße 10
90419 Nürnberg
Deutschland
E: mail@[at]blauhaus.[dot]net
T: 0911 - 393 735 80
Wir bearbeiten im Projektgeschäft folgende Sprachen: Deutsch, Englisch, Russisch
















