Projekte - Gemeinschaftshaus Langwasser - Wir freuen uns, von der Stadt Nürnberg den Auftrag zur Sanierung und Modernisierung dieses Sozialdenkmals erhalten zu haben.

  • Bild: Großartige Architektur der 60er Jahre mit viel Geist gebaut
  • Bild: Ruhe und Weite
  • Bild: Eine Legende der 60er Jahre
  • Bild: Stimmung unter Bäumen
  • Bild: Inneres Kunstwerk
  • Bild: Modernisierung unter energetischen Gesichtspunkten
  • Bild: Sanierung und energetische Modernisierung sinnvoll
  • Bild: Der Fortbestand des Sozialdenkmals ist gesichert
  • Bild: Erstellung und Umsetzung eines restauratorischen Konzepts
  • Bild: Sichtbetonoberfläche einer 4500 m² großen Fassade
  • Bild: keine Innendämmung durch Forderung des Auftraggebers möglich
  • Bild: Ein langer Atem war für die Baustelle notwendig
  • Bild: Detail Rillenputz

Projektbilder

  • Bild: Großartige Architektur der 60er Jahre mit viel Geist gebautGroßartige Architektur der 60er Jahre mit viel Geist gebaut
  • Bild: Ruhe und WeiteRuhe und Weite
  • Bild: Eine Legende der 60er JahreEine Legende der 60er Jahre
  • Bild: Stimmung unter BäumenStimmung unter Bäumen
  • Bild: Inneres KunstwerkInneres Kunstwerk
  • Bild: Modernisierung unter energetischen GesichtspunktenModernisierung unter energetischen Gesichtspunkten
  • Bild: Sanierung und energetische Modernisierung sinnvollSanierung und energetische Modernisierung sinnvoll
  • Bild: Der Fortbestand des Sozialdenkmals ist gesichertDer Fortbestand des Sozialdenkmals ist gesichert
  • Bild: Erstellung und Umsetzung eines restauratorischen KonzeptsErstellung und Umsetzung eines restauratorischen Konzepts
  • Bild: Sichtbetonoberfläche einer 4500 m² großen FassadeSichtbetonoberfläche einer 4500 m² großen Fassade
  • Bild: keine Innendämmung durch Forderung des Auftraggebers möglichkeine Innendämmung durch Forderung des Auftraggebers möglich
  • Bild: Ein langer Atem war für die Baustelle notwendigEin langer Atem war für die Baustelle notwendig
  • Bild: Detail RillenputzDetail Rillenputz
  • Bild: Ansicht Nord-Ost und West mit HaupteingangAnsicht Nord-Ost und West mit Haupteingang
  • Bild: Ansicht SaaleingangAnsicht Saaleingang
  • Bild: FluchttreppeFluchttreppe
  • Bild: Grundriss ErdgeschossGrundriss Erdgeschoss
  • Bild: Grundriss ObergeschossGrundriss Obergeschoss
  • Bild: LageplanLageplan
  • Bild: SchnittSchnitt
  • Bild: ModellModell
  • Bild: ModellModell
  • Bild: ModellModell
  • Bild: ModellModell
  • Bild: ModellModell

Gemeinschaftshaus Langwasser

Eine Legende der 60-iger Jahre- Energetische Modernisierung eines Sozialdenkmals

071 - Planungs- und Ausführungszeit 2010 - 2012, Nürnberg

Nürnberg-Langwasser ist ein Gebiet, das typisch für die 50er-Jahre ist: Einst Nürnberger Reichswald-Gebiet, dann in ein militärisches Sperrgebiet umgewandelt und schließlich  über den Zustand eines Massenzeltlagers und Flüchtlingslagers zu einem Neubaugebiet erklärt. Die Konsequenz war ein Architektenwettbewerb. Die Arbeiten haben nach Vergabe Ende der 50er-Jahre begonnen und wurden im Wesentlichen 1960 abgeschlossen. Viele Nürnberger Architekten haben sich daran beteiligt. (Ich habe dieses Gebiet auch während meiner Diplomarbeit bearbeitet)

Das Thema des Wettbewerbs war „Wohnen im Grünen“ und diese Grundidee lässt sich heute noch gut erkennen. Als zentrale Einrichtung für Kunst und Kultur wurde das Gemeinschaftshaus Langwasser um 1960 errichtet. Es besitzt heute noch in dieser Funktion ein Alleinstellungsmerkmal in diesem Stadtteil. Der Flächenverbrauch und die Geometrie des Gebäudekomplexes sind enorm. Die Bautechnik ist für die damalige Zeit sehr fortschrittlich gewesen und wir haben dieses Alleinstellungsmerkmal akzeptiert. Trotzdem ist eine Modernisierung
unter energetischen Gesichtspunkten nötig und sinnvoll gewesen. Wir stellten bei intensiven Beobachtungen und Gesprächen mit den Nutzern fest, dass dieses Gebäude von immenser Wichtigkeit ist, da es einen Kristallisationspunkt des Stadtteils darstellt und sich so auch im Rahmen der deutschen Wiederaufbaugeschichte so positioniert hat, dass eine Sanierung und eine energetische Modernisierung sinnvoll erscheinen. Es ist eine Art Sozialdenkmal, dessen Fortbestand hiermit gesichert ist.

Aber der Alltag hat uns schnell eingeholt:
Wie gehe ich mit einer Sichtbetonoberfläche einer 4500 m² großen Fassade um, wenn ich keine Innendämmung machen kann durch die Forderung des Auftraggebers?

Wie überzeuge ich einen Auftraggeber von einer restauratorischen Untersuchung, wenn das Gebäude kein Baudenkmal ist?

Wie lerne ich was: PCB, PCP, PAK und VOC ist?

Wie akzeptiere ich es, wenn öffentliche Auftraggeber nicht mit der nötigen Konsequenz gegen unzuverlässige Unternehmen vorgehen?

Für diese Baustelle war ein langer Atem notwendig, viel Geduld und wir möchten uns bei unserer ehemaligen Kollegin Karin Merkl bedanken - sie hatte die notwendige Eigenmotivation, das Projekt zum Erfolg für den Kunden zu führen.

Was mich persönlich freut zum Schluss:

  1. Großartige Architektur der 60-iger Jahre mit viel Geist gebaut.
  2. Dass wir ein restauratorisches Konzept erstellt und umgesetzt haben.
  3. Dass wir ganz dicht mit neuster Technik an dem Erscheinungsbild kurz nach Fertigstellung 1960 in seinem handwerklich und farbig abgestimmten Duktus landen konnten.
  4. Dass das Haus wie früher von seinen vielschichtigen Nutzerstrukturen angenommen wird.

Skizzen & Grundrisse

  • Ansicht Nord-Ost und West mit Haupteingang
  • Ansicht Saaleingang
  • Fluchttreppe
  • Grundriss Erdgeschoss
  • Grundriss Obergeschoss
  • Lageplan
  • Schnitt
  • Modell
  • Modell
  • Modell
  • Modell
  • Modell

Daten & Fakten

Leistungsschwerpunkt
Energetische Modernisierung, Instandsetzungen / Bauwerksanalyse + Untersuchung
Ihr Geschmack
Modern, Technisch
Gebäudetyp
Geschäfts-. Dienstleistungsgebäude
Bruttobaukosten
› 1.500.000 €
Nutzfläche
1000- 5000 m²
Gebäudealter
1945- 1970
Energetische Versorgung
Holzpellets/Fernheizung
Leistungsumfang
Lph 1-8 HOAI
Konstruktionsart des Entwurfs
historische Massivkonstruktion
Planungs- und Bauzeit
2-3 Jahre
Bauherr
Öffentlich

Das Kommunale Energiemanagement (KEM) war unserem Auftraggeber, der Stadt Nürnberg, angegliedert und berechnete, dass sich unsere Maßnahme in 21 Jahren amortisieren wird. Damit starteten wir.

Das KEM ist dem Bereich Technik des Hochbauamtes angegliedert. Das KEM stellt das Kompetenzzentrum für Energiemanagement innerhalb der Stadt Nürnberg dar und ist somit wichtiger Bestandteil des technischen Gebäudemanagements. Strategisches Ziel des KEM ist die Kostensenkung und die Verbrauchsoptimierung für Energie und Wasser in städtischen Liegenschaften. Die erzielte Senkung der Schadstoff-Emissionen stellt einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz dar. (Quelle: www.nuernberg.de)

Die Folge waren einige Millionen Euro Investment in Dämmmaßnahmen und Fensteraustausch. Wir haben versucht, das Schlimmste zu verhindern und das Gedämmte nicht sichtbar zu machen. Die Vorgaben haben wir uns, wie bei einem Baudenkmal, restauratorisch ermittelt und sind eng in diesen Grenzen geblieben. Zu verhindern war, dass der Sichtbetonbau innen gedämmt werden konnte, das untersagte der Auftraggeber. So haben wir mit einem handwerklich hergestellten mineralischen Putzsystem außen die Handwerklichkeit erbracht, die Teil des bauzeitlichen Entwurfes war.
Die hundert Fenster, jedes anders, bauten wir teilweise nach, um die Optik der 70er Jahre zu erreichen und lernten wie simpel damals gedacht und konstruiert wurde.


Die Flachdächer wurden mit Lichtkuppeln, Leseterrassen, Fluchtwegen und sonstige Dachflächen umkonstruiert. Leider hatten wir mit der durch die öffentliche Ausschreibung in den Bieterkreis aufgenommene, günstigste Bieterfirma sehr viele Probleme bekommen. Diese sind mit einem öffentlichen Auftraggeber anders zu lösen sind als auf privatem Wege.
Es dauerte lange und somit wurde es für alle Beteiligten teuer. Wir haben es nicht als nachhaltig empfunden, in dem engen Korsett des öffentlichen Vergaberechts als Architekten zu stecken.

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