Schniegling – Erweiterung eines Einfamilienhauses um einen Wintergarten - Ein Wintergarten als Hausanbau eines Einfamilienhauses hat dieses Bauvorhaben im Bestand ausgezeichnet.

Projektbilder

  • Bild: Ein Wintergarten ist mehr als nur ein HausanbauEin Wintergarten ist mehr als nur ein Hausanbau
  • Bild: Das Gartenzimmer drängt sich nicht aufDas Gartenzimmer drängt sich nicht auf
  • Bild: Terrasse am WintergartenTerrasse am Wintergarten
  • Bild: Treppe am Stadl (Eigenentwurf)Treppe am Stadl (Eigenentwurf)
  • Bild: Ein Kindertraum: Das Baumhaus als Teil des HausanbausEin Kindertraum: Das Baumhaus als Teil des Hausanbaus
  • Bild: "Gegärtelt""Gegärtelt"
  • Bild: Birkefunierte Holz-Alu-Fassaden (Eigenentwurf M. Kreibich)Birkefunierte Holz-Alu-Fassaden (Eigenentwurf M. Kreibich)
  • Bild: Wintergarten vom Garten ausWintergarten vom Garten aus
  • Bild: NachtaufnahmeNachtaufnahme
  • Bild: Das Zimmer im Garten mit außenliegendem SonnenschutzDas Zimmer im Garten mit außenliegendem Sonnenschutz
  • Bild: Ansicht Ost Erweiterung WintergartenAnsicht Ost Erweiterung Wintergarten
  • Bild: Ansicht Süd Erweiterung WintergartenAnsicht Süd Erweiterung Wintergarten
  • Bild: Grundriss Erweiterung WintergartenGrundriss Erweiterung Wintergarten
  • Bild: Skizze Erweiterung WintergartenSkizze Erweiterung Wintergarten

Schniegling – Erweiterung eines Einfamilienhauses um einen Wintergarten

Rein wirtschaftlich ist das „kleine Bauen“ kostenintensiver als größere Baumassen zu bewegen

030 - Planungs- und Ausführungszeit 2003 - 2004, Nürnberg

Bei dem hier vorgestellten Projekt handelt es sich um ein „Meisterhaus“ für die Fabrikarbeiter der Schnieglinger Tubenfabrik aus der Jahrhundertwende. Es hieß also: Bauen im Bestand in einem Einfamilienhaus. Keine einfache Aufgabe. Dieses Haus wurde über mehrere Generationen von verschiedenen Familien bewohnt. Verschiedene „Baukundige“ mit unterschiedlichen Intentionen bauten es um. Trotzdem wurde der Wert des Gebäudes erkannt. So kam es zu dem Kauf dieses Hauses. Und es kam der Auftrag an uns Architekten, den Ausbau zu planen und durchzuführen.

Architekt und Ausbau ist gleich teuer?

Wir wissen, dass das Bauen in uns tief verwurzelt ist. So musste auch diese Familie bauen. Wir entwarfen die komplette Gebäudeerweiterung, die Gartenanlagen, den Bau des Baumhauses und die Treppe zum Nebengebäude.

Budgetrahmen stets eingehalten

Dabei haben wir den Budgetrahmen stets eingehalten. Bauen im Bestand heißt für uns immer, sich mit dem Charakter des, in diesem Fall, Einfamilienhauses auseinanderzusetzen. Wir haben hier das Thema „englisches Cottage“ umgesetzt. Das ist ein Bautyp, der im frühen 18. Jahrhundert einen zimmerartigen Hausanbau an das Haupthaus darstellte, der formal eigenständig ist. Aus dem Ausbau ist ein Gartenzimmer entstanden, mit Blick nach draußen und wärmender Fensterfront. In diesem Gartenzimmer findet heute ein Teil des Lebens der Familie statt.

Ein Gartenzimmer ist wohl jeder Dame Traum?

Rein wirtschaftlich ist das „kleine Bauen“ kostenintensiver als größere Baumassen zu bewegen. Aber es geht oft nicht anders und so muss man handeln; so auch hier.

Dieses Projekt dauerte lange, denn wir haben ungezählte Entwürfe erstellt, bis wir die richtige Lösung hatten. Die richtige Lösung heißt, wenn es auch für uns passt. Die Kundin war entspannter, ihr gefielen einige Ansätze von uns. Aber wir waren nicht zufrieden, denn Altbau und Neubau wollten nicht miteinander harmonieren, mal war der eine dominant, mal der andere.

Wir waren am verzweifeln und wollten den Auftrag an einen Kollegen übergeben. Die Kundin erschien erbost darüber.

Was ist der Geist des Ortes? Was verlangt dieser Ort?

Plötzlich - mit oder ohne Eingebung- verschoben wir das Gartenzimmer auf dem Plan um 1,50 m Richtung Süden des kleinen um 1910 erbauten Arbeiterhauses. Das hatte dann plötzlich den Charme eines wirklich eigenen Raumes, der nur über den Zugang und die kontextuelle Fassadengestaltung mit dem Haupthaus verbunden war und das hatte plötzlich noch Westlicht und die Küchenterrasse vergrößerte sich um die 1,50m.

Es gibt Bestandshäuser, die vertragen aus entwurflicher Sicht keinen Nebenbuhler, sie sind optisch zu stark. Ein  Gedanke zu dem Kontextuellen bei dem Projekt: Das Bestandshaus ist mit einer charmanten, in Würde gealterten Boden-Deckel-Schalung aus sägerauhem Holz verkleidet. In diesem warmen Grauton mit ähnlicher Licht- und Schattenwirkung haben wir uns beim Neubau positioniert.

Das Bauen ging dann mit folgenden wesentlichen konstruktiven Schritten viel leichter:

Abriss der baufälligen Balkonanlage, Abnehmen der Holzfassade im Anbaubereich, Einbau einer selbsttragenden Bodenplatte von 5,20 m x 3,20 m, Errichtung einer Stahl-/Holzkonstruktion, Einbau einer Pfosten-/Riegelkonstruktion aus Multiplex/Birke, Staubschutzwände im Altbau stellen, Durchbruch zum Neubau erstellen, Herstellen der Medienverbindungen wie Fußbodenheizung und Elektroanschlüsse und abschließend Estrich-, Boden- und Malerarbeiten.

Dachterrasse für das erste Obergeschoss

Im Anschluss: Errichtung einer Dachterrasse für das erste Obergeschoss, Wiederherstellen der Außenanlagen und Einbau einer Bewässerungsanlage, nachdem der Garten der Dame schon arg strapaziert wurde.

Die Dame ruht oft in ihrem Gartenzimmer, schaut auf ihre Hortensien und Rosen und weiß zum Glück nichts von dem inneren Kampf des Architekten.

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Skizzen & Grundrisse

  • Ansicht Ost Erweiterung Wintergarten
  • Ansicht Süd Erweiterung Wintergarten
  • Grundriss Erweiterung Wintergarten
  • Skizze Erweiterung Wintergarten

Daten & Fakten

Leistungsschwerpunkt
Erweiterungen / Anbauten / Aufstockungen
Ihr Geschmack
Modern, Ländlich
Gebäudetyp
Einfamilienhäuser
Bruttobaukosten
25.000- 75.000 €
Nutzfläche
10- 200 m²
Gebäudealter
1910- 1945
Energetische Versorgung
Kachelofen/Kamin, Gaszentral-/Brennwerttechnik
Leistungsumfang
Lph 1-8 HOAI
Konstruktionsart des Entwurfs
zeitgemäßer Holzbau, Stahl- und Metallbau
Planungs- und Bauzeit
0,5-1 Jahr(e)
Bauherr
Privat

Standort des Projekts

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Campestraße 10, 90419 Nürnberg, Deutschland
E: mailblauhaus.LÖSCHEN.net
T: 0911 - 393 735 80

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