Projekte - Erweiterung eines Reiheneckhauses für kleine Kinder - Bauen im Bestand heißt manchmal, das Ergebnis der Bauplanung während des Bauens zu modifizieren, um das Ideale für das Eigenheim zu finden.

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Erweiterung eines Reiheneckhauses für kleine Kinder

031 - Planungs- und Ausführungszeit 2003 - 2004, Nürnberg

Kinder leben in den Bäuchen ihrer Mütter und in dem Moment, wo sie auf die Welt kommen, müssen sie angekleidet werden. Dann gibt es Monate und Jahre, wo Kinder zwischen dem elterlichen Bett und der Wiege hin und her getragen werden. Irgendwann gibt es einen Punkt, wo sie im Haus eigene Zimmer bekommen. Die Zimmer sind manchmal klein, selten groß, manchmal schön und manchmal nicht. Oft bleiben die Kinder dort sehr lange, bis sie aus dem Eigenheim ausziehen. Die Zimmer werden dann von den Eltern würdevoll behandelt und bereitgehalten, wenn die Lieben nach Hause kommen. Diese Eltern wollten aus dem Kinderzimmer gerne etwas Neues machen. Eine schöne Aufgabe für uns als Spezialisten für das Bauen im Bestand.

Das Eigenheim erweitern: Das Ergebnis der Bauplanung war ein Nest

In unserem Fall bot das Eigenheim eine einzige Erweiterungsmöglichkeit für das Kinderzimmer: die Errichtung eines Schwalbennestes an der Giebelseite. Das Nest hatte viele positive Effekte, zum Beispiel eine überdachte Terrasse im Erdgeschoss. Um diese Terrasse betreten zu können, musste der Wohnbereich geändert werden. Da eine Terrasse ein Fundament braucht, lag es nahe, diese zu unterkellern. Wir begannen mit dem Bauen im Bestand anhand unserer Bauplanung. Die Aufgabe, die am Anfang scheinbar klein erschien, wuchs plötzlich wie ein Kind, so dass wir am Ende den Eingangsbereich des Eigenheims erweiterten und die Gartenanlage neu fassten. Gemeinsam mit ihren wachsenden Kindern hat sich diese Familie neue Räume auf kleinstem Raum geschaffen.

Skizzen & Grundrisse

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  • Grundriss Kellergeschoss
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Daten & Fakten

Leistungsschwerpunkt
Erweiterungen / Anbauten / Aufstockungen
Ihr Geschmack
Modern
Gebäudetyp
Einfamilienhäuser
Bruttobaukosten
25.000- 75.000 €
Nutzfläche
10- 200 m²
Gebäudealter
1945- 1970
Energetische Versorgung
Gaszentral-/Brennwerttechnik
Leistungsumfang
Lph 1-8 HOAI
Konstruktionsart des Entwurfs
zeitgemäßer Holzbau, Stahl- und Metallbau
Planungs- und Bauzeit
0,5-1 Jahr(e)
Bauherr
Privat

Eine typische Doppelhaushälfte aus den 60ern oder ein Reiheneckhaus besitzen im Erdgeschoss einen Flur, ein Gäste-WC, eine Küche und einen Wohnraum. Im ersten Obergeschoss im Idealfall noch gerade Längswände, drei Zimmer und ein Bad. Alles was dann oberhalb kommt ist gut für die Besitzer und fast schon Luxus.

In diesem Fall gab es kein Dach, was ausgebaut werden konnte und das erste Obergeschoss, das das Dach war hatte schon schräge Wände. Ausziehen kam nicht in Frage und das Kind nicht ernähren, dass es nicht wächst auch nicht.
Es gab keine Erweiterungsflächen, Gaubenkonstruktionen erwiesen sich als sinnlos, da kein echter Raumgewinn erzielbar war. So grübelten wir wieder. Wir kamen dann auf die Idee, eine Box aus Holzfertigteilen und einer tragenden Stahlkonstruktion zu bauen, die einen Zugang vom Kinderzimmer besitzt und räumlich selbständig ist.
Nach der ersten Vorkalkulation war erst mal die Freude über die Idee hin, denn „kleines Bauen“ ist teuer. So haben wir Synergien gesucht, um mit dem Invest das Haus weiter zu optimieren. Wir fanden gemeinsam mit den Kunden weitere Schwachstellen: Den Eingangsbereich mit Staumöglichkeiten, Entlasten der Kellerflächen durch Umlagerung in den Eingangsbereich, die Ostterrasse zum Frühstücken, den gedeckten regengeschützten Freisitz und die Überplanung des Gartens.

Mit dem Paket starteten wir durch. Das erhöhte zwar das Budget, aber bei zwei arbeitenden Eltern mit zwei schulpflichtigen Kindern, sollte man auch die Dinge mal abarbeiten, um sich dann wieder auf Wesentliches zu konzentrieren. Das sahen die Auftraggeber ebenso.
Wir bauten zwei Holzannexe, einen für den neuen Eingang, und schafften unter dem Kinderzimmeranbau einen Zugang von der Küche für einen regengeschützten Platz zum Sitzen. Den Keller übernahm der Kunde und wir kümmerten uns noch um den Garten und es reichte auch noch für einen Carport.

Die Kinder sind mittlerweile wohl ausgezogen. Wir haben seit der Abnahme nie wieder was gehört, aber es ist noch alles so wie damals.

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