Projekte - Barockes Stallstadl an der Pegnitz -

  • Bild: Giebelseite
  • Bild: Winterfoto des Stadels
  • Bild: Detail Fensterladen
  • Bild: Inschrift

Projektbilder

  • Bild: GiebelseiteGiebelseite
  • Bild: Winterfoto des StadelsWinterfoto des Stadels
  • Bild: Detail FensterladenDetail Fensterladen
  • Bild: InschriftInschrift
  • Bild: Ansicht NordAnsicht Nord
  • Bild: Ansicht OstAnsicht Ost
  • Bild: Ansicht SüdAnsicht Süd
  • Bild: Ansicht WestAnsicht West
  • Bild: Grundriss ErdgeschossGrundriss Erdgeschoss
  • Bild: Grundriss erstes ObergeschossGrundriss erstes Obergeschoss
  • Bild: Grundriss zweites ObergeschossGrundriss zweites Obergeschoss
  • Bild: SchnittSchnitt
  • Bild: Schnitt 2Schnitt 2

Barockes Stallstadl an der Pegnitz

von der Scheune zum Mehrgenerationenwohnen

093 - Planungs- und Ausführungszeit 2013 - 2014, Nürnberg

Das denkmalgeschützte Stallstadl von ca. 1832 steht im Osten der Hofanlage und wird gegenwärtig als Abstellraum genutzt. Der Wunsch der Bauherren ist es, die schön proportionierte Scheune zum Mehrgenerationenwohnhaus umzubauen.
Eine Wohnung für die Großeltern soll im Erdgeschoss organisiert werden und einen Anbau im Süden erhalten.

Die zweite Wohnung wird über den ehemaligen Pferdestall mit seinem preußischen Kappengewölbe für die junge Familie erschlossen. Über ein offenes Treppenhaus gelangt man in den Hauptwohnraum im Obergeschoss. So sind die beiden Wohnungen getrennt voneinander benutzbar, jedoch durch ihre räumliche Nähe ist Raum für die Familie zu geselligen Treffen.
Die Erscheinung des Stallstadls soll in seinen Grundzügen erhalten bleiben. Das Gebäude erhält aufgrund fehlender Fundamente eine komplett neue Gründung und wird zudem bauphysikalisch und energetisch ertüchtigt. Das aufwendige Dachtragwerk mit stark dimensionierten Unterzügen der Dachbinder bleibt komplett erhalten.

Das alte Tragwerk im Erdgeschoss wird von überflüssiger Konstruktion befreit um für eine moderne und großzügige Anordnung der Räume Platz zu schaffen. Durch Hopfengauben und zusätzliche Fensteröffnungen an der Ostfassade soll eine helle, angenehme Wohnatmosphäre entstehen.

Skizzen & Grundrisse

  • Ansicht Nord
  • Ansicht Ost
  • Ansicht Süd
  • Ansicht West
  • Grundriss Erdgeschoss
  • Grundriss erstes Obergeschoss
  • Grundriss zweites Obergeschoss
  • Schnitt
  • Schnitt 2

Daten & Fakten

Leistungsschwerpunkt
Energetische Modernisierung, Umbauten, Raumbildende Ausbauten
Ihr Geschmack
Ländlich
Gebäudetyp
Mehrfamilienhäuser, Lofts / Dächer
Bruttobaukosten
500.000- 1.500.000 €
Nutzfläche
200- 500 m²
Gebäudealter
1750- 1880
Energetische Versorgung
Kachelofen/Kamin, Gaszentral-/Brennwerttechnik
Leistungsumfang
Wettbewerb/Studie
Konstruktionsart des Entwurfs
historische Massivkonstruktion
Planungs- und Bauzeit
0,5-1 Jahr(e)
Bauherr
Privat

Mitten in Nürnberg liegt dieses traumhafte Hofensemble, wie es sonst selten zu finden ist. Dieses wird seit Generationen von einer Familie bewohnt.

Um die eigenen Kinder wieder auf zurück auf den Hof zu holen, sollten diese in die dazugehörige Scheune ziehen. Im Erdgeschoss würden die Eltern selbst einziehen, die Tochter mit Familie würde das Obergeschoss beziehen.
Der barocke Stadl ist im EG aus massivem Burgsandstein gemauert. Darüber befindet sich ein prächtiger, 3-geschossiger, doppelstehender Dachstuhl mit mächtigen Pfetten, Spannriegeln und Deckenbalken. Unverkennbar eine Bauweise, wie sie sich nur wohlhabende Landwirte leisten konnten.

Das Gebäude wirkt so stimmig, dass es viel Mut bedarf, die zum Bewohnen notwendigen Veränderungen vorzunehmen.
Die Jahrhunderte alte Architektur sollte nur minimal angepasst werden, um die Kernaussage des Stadels nicht umzuschreiben.
Der Entwurf sah Hopfengauben vor, um ausreichendLicht in den Dachraum zu bekommen. Im Erdgeschoss sollten die vorhandenen Öffnungen, wie die vorhandenen Scheunentore genutzt werden, um das massive Sandsteinmauerwerk nicht unnötig zu zerlöchern.
Trotz aller Zurückhaltung, wären große technische Eingriffe notwendig gewesen, um die Scheune bewohnbar zu machen:

  1. Statische Ertüchtigungen im Dachstuhl, um die Lasten aus dem Trockenbau und den Bodenaufbauten abzufangen
  2. Neue Fundamente + Bodenplatte, um diese zusätzlichen Lasten abzutragen
  3. Eine Innendämmung mit Wandflächenheizung sollte für die nötige Behaglichkeit sorgen, ohne in die denkmalgeschützte Fassade einzugreifen


Insgesamt hätten 280 qm Wohnfläche zur Verfügung gestanden. Am Ende scheiterte das Projekt in der Leistungsphase 3. Zusätzliche Maßnahmen in Höhe von 150.000 Euro für die Sanierung des Gebäudes erhöhten die Baukosten, sodass es letztlich an der Finanzierung scheiterte.

Verwandte Projekte

Besuchen Sie uns in unserem Büro.

Campestraße 10, 90419 Nürnberg, Deutschland

E: mailblauhaus.LÖSCHEN.net
T: 0911 - 393 735 80

Nehmen Sie Kontakt auf.

Ihr persönlicher Merkzettel

Menu