Kunden & Freunde - Kai Sassenscheidt -

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Kai Sassenscheidt

Zu Beginn: Stellen Sie sich bitte kurz vor.

Kai Sassenscheidt: Ok. Mein Name ist Kai Sassenscheidt. Ich bin gebürtiger Hamburger, lebe aber inzwischen auch schon seit 32 Jahren in Franken. Ich bin selbstständiger Glasermeister. Mit meiner Frau bin ich seit 1999 zusammen. Wir haben 2009 geheiratet, nachdem unser erster Sohn da war. Der zweite Sohn kommt in ungefähr vier Wochen. Also war im Januar 2011 genau der richtige Zeitpunkt für den Umzug ins neue Haus.

Wie sind Sie auf diese Idylle hier in Kraftshof (Vorort von Nürnberg) aufmerksam geworden?

Meine Frau hat schon vor vielen Jahren gesagt hat: „Lass uns mal was kaufen!“ Damals waren Kinder noch in weiter Ferne. Wir wohnten in einer schönen Altbauwohnung und waren dort ganz zufrieden. Nach der Geburt unseres Sohnes war klar: Kind, Garten, Haus – das ergibt Sinn. Reihenhaus „never“, wenn schon, dann ein freistehendes Haus. Aber an einen Neubau hatten wir im Traum nicht gedacht. Und an Kraftshof schon gleich gar nicht.

Erstens kommt es anders…

Stimmt. Wir haben ziemlich schnell gemerkt, dass das Knoblauchsland schon super wäre, vorzugsweise Neunhof oder Kraftshof. Ich habe einen guten Freund hier. Der ist Bauer in Kraftshof. Er hat uns auf diesen Baugrund hingewiesen. Da stand aber noch das alte Haus drauf. Der Gedanke an das Wohnen in diesem alten Dorfkern hat uns sehr gereizt. Unsere Kinder würden auf dem Land aufwachsen und trotzdem Nähe zur Stadt haben.

Das heißt, es stand ein Haus da, das auch bewohnbar war.

Mehr oder weniger. Wir haben uns das angeschaut. Die Besitzerin hatte keine Erben, wollte alles loswerden. Aber der Zustand war, sagen wir, nicht unseren Vorstellungen entsprechend. Dann war für mich ganz schnell klar, dass ich Mathias Kreibich anrufen muss.

Weil Sie ihn schon kannten?

Weil ich ihn schon kannte und ihn als Architekten zu schätzen wusste. Als Handwerker habe ich schon öfter für blauhaus gearbeitet. Da wusste ich einfach, dass es menschlich passt und er was auf dem Kasten hat. Sein Auftritt hat mir immer schon gefallen.

Warum?

Er hat eine sehr direkte, forsche Art. Das gefällt mir. Auch wenn man als Handwerker sich manchmal ein bisschen geknebelt fühlt. Ich glaube, es ist hauptsächlich das Zwischenmenschliche. Das passt einfach! Mathias war dann auch gleich beim ersten Besuch mit im Haus. Wir haben eigentlich ziemlich schnell festgestellt, dass es eine Bruchbude ist. Er hat damals gleich gesagt: „Abreißen und Neu bauen!“ Das hat natürlich der Verkäuferin, es war schließlich ihr Geburtshaus, nicht besonders gefallen.

Klingt nach einem langen Weg bis zu diesem wundervollen Haus.

Richtig. Es gab viele Probleme, die beseitigt werden mussten. Ungeklärte Wegerechtsverhältnisse mit den Nachbarn, Ensembleschutz der angrenzenden Sandsteinhäuser, ein Grundstückstreifen hinter unserer heutigen Gartenmauer, der einem Nachbarn gehört. Hinter dem Haus, wo wir jetzt den Garten haben, waren ein altes Waschhaus und ein Schweinestall in chaotischem Zustand. Das ganze Anwesen hatte ein sehr depressives Flair. Zusammen mit Mathias haben wir unsere Wünsche dann sehr klar formuliert. Da kam erst einmal das „Nein“ der Besitzerin.

Was für ein Rückschlag!

Ja. Vor allem, weil ich wusste, dass ich diesen Hof, diese Scheune und das alles nirgends sonst mehr finden würde. Als sie abgesagt hat, haben wir weitergesucht. Ich habe mir andere alte Häuser angeschaut. War alles nichts. Und tatsächlich, drei oder vier Monate später rief sie an, ob wir noch Interesse hätten. Ich bin mit einem Angebot, das ich mit Mathias abgesprochen hatte, hingefahren. Und wir haben uns geeinigt.

Wann war das?

Wir waren das erste Mal hier im Dezember 2008, im Sommer 2009 war die Grundstücksüberschreibung beim Notar.

Auf einmal ging es dann richtig los!

Noch waren wir offiziell der Stadt gegenüber nicht beim Neubau, weil noch geklärt werden musste, ob ein historischer Kern im Haus ist. Auf diese Idee kam auch Mathias: Abklären lassen, ob nicht doch Denkmalschutz besteht. Dann sind wir mit schwerem Gerät angerückt und haben Decken, Wände und Böden aufgerissen, um zu schauen, was darunter ist. Nichts! Nach eineinhalb Stunden kam der zuständige Baureferent raus und hat gesagt: „Macht, was ihr wollt!“ Damit hatten wir den Denkmalschutz auf unserer Seite. Dann war für uns auch klar: wir bauen ein fränkisches Bauernhaus hin. Das war von Anfang an mein Ziel gewesen.

Das war Ihr Ziel. Und was war Mathias Kreibichs Ziel?

Mir zuzuhören, was ich will! Er hat schon gemerkt, dass ich sehr konkrete Vorstellungen hatte. Frau Richter saß dann an den ersten Entwürfen mit dem typischen Dach, mit den Aufschieblingen, Holzfenstern mit Sprossen. Außerdem habe ich das Grundstück von einem bekannten Geomanten erkunden lassen. Er hat das ganze Haus von der depressiven Belastung befreit. Dann konnte die konkrete Planung beginnen.

Was war das Besondere an dem Bauvorhaben?

Vieles. Wir wollten zum Beispiel keinen Styroporkasten um das Haus, was als Wärmeschutz sonst üblich ist. Das war natürlich auch für die Architekten eine Herausforderung.
Wir haben schließlich einen kleinen Bauunternehmer aus dem Umland gefunden, der mit einem Steinhersteller aus Würzburg zusammenarbeitet. Diese sogenannten 365er Steine sind mit etwas ähnlichem wie Steinwolle gefüllt. Die Dämmung im Haus ist phänomenal. Im Sommer ist es kühl wie im Sandsteinhaus. Im Winter total warm. Außerdem wollte ich ganz schmale, filigrane Fensterrahmen aus regionalen Hölzern haben. Und Fenster mit Zweifachisolierglas, alles, was höher ist, ist eine Erfindung der Glasindustrie.

Wie sind Sie mit ihren Vorstellungen mit blauhaus gemeinsam zum Ziel gekommen?

Frau Richter hat sehr schnell gemerkt, wie wir ticken. Sie hat das Grundgerüst dieses Hauses geplant und die Raumaufteilung geplant. Was ich gut fand war, dass Mathias mir einmal Papier gegeben und hat meinte: „Zeig mal deine Vorstellungen!“ Ich habe gemerkt, dass immer wenn ich einen Entwurf vom Erdgeschoss gemacht habe, ich mich total am alten Haus orientiert habe. Dann hat Mathias uns Fotos von einem Haus in Norddeutschland gezeigt, welches er gebaut hat. Da gab es einen großen Wohn- und Essbereich über die ganze Breitseite des Hauses. Das fanden wir beide dann so toll, dass wir das auch wollten. Und so entstand das Erdgeschoss mit dieser tollen 38-Quadratmeter-Wohnküche. Wir wollten eine große Küche haben, eine kleine gute Stube, ein Bad und ein Büro. Und wir brauchten einen Hauswirtschaftsraum, weil wir keinen Keller haben. Plötzlich war der Bauplan quasi klar.

Was war das Besondere an der Zusammenarbeit mit blauhaus?

Dass es immer sofort gepasst hat. Ich habe zu Frau Richter gesagt, dass wir große Fenster wollen. Und dann hat sie große Fenster geplant. Das sah im Plan auch schön aus. Irgendwann hat sie mir einen 1:50- Plan mit den Wandansichten zum Ausschneiden und zusammenkleben geschickt. Die Fenster waren viel zu groß! Wir haben darüber gesprochen und die Größen angepasst. Frau Richter hatte die Detailplanung super im Griff, z.B. die Fußbodenheizung, die ganzen Anschlussarbeiten. Das sind alles Sachen, wovon ich keine Ahnung habe. Im ersten Stock beispielsweise haben wir eine ganz traditionelle Holzbalkendecke. Das heißt: Holzbalken und Sandschüttung. Neun Tonnen Sand wurden verbaut. Das war auch für Frau Richter eine entsprechende Herausforderung, diesen Deckenaufbau so zu planen, dass wir später gute Trittschalldämmung haben, alle Leitungen im Sand verschwinden und wir unsere bodenbündige Dusche verwirklichen können. Da war sie richtig gefordert.

Klingt, als wäre der Neubau auch für blauhaus etwas Außergewöhnliches gewesen.

Auf jeden Fall. Ein kleines Beispiel sind unsere Gauben. Wir mussten die sechs Gaubenfenster ziemlich weit einrücken, damit wir auf dieser Seite fünf Meter Abstand zum Nachbarn haben, wegen des Brandschutzes. Hätten wir die Fenster auf übliche Weise gesetzt, hätten wir Brandschutzfenster installieren müssen. Die sind natürlich viel teurer. Dadurch haben wir jetzt oben 30 Zentimeter breite Fensterbänke nach außen. Dann kam der Flaschner, hat sein 0815-Zeug erledigt und nicht mit Frau Richter gerechnet. Sie hat sich das angeschaut und gesagt: „Könnt ihr alles wieder wegmachen.“ Sie hat ihnen dann genau erklärt, wie sie es will, und sie haben es neu gemacht. Der Flaschner sagte am Ende zu mir: „Ist ja Wahnsinn, was ihr macht. Ihr baut ein Museum!“ Ich fragte warum, und er sagte: „Das hält ja 300 Jahre“. Das ist ja genau das Ding. Wenn ich mir die ganzen Reihenhaussiedlungen anschaue, die stehen mit Sicherheit keine 300 Jahre.

Was war der Moment, in dem Sie dachten: Jetzt ist es richtig super?

Als das Erdgeschoss entstand. Da war oben alles offen, es standen nur ein paar Mauern. Man konnte in die Küche reinlaufen. Zum ersten Mal wurden die Räume klar. Ein toller Moment.

(Die Frau von Herrn Sassenscheidt kommt dazu)

Wann ist dann der Punkt erreicht, an dem man sich richtig wohlfühlt?

Frau von Kai Sassenscheidt: Für Kai weiß ich es nicht, er hat ja das Projekt begleitet, da ist es wahrscheinlich ganz anders. Aber für mich hat es im Sommer angefangen, weil ich mich endlich im Garten verwirklichen konnte. Aber noch ist für mich das Einziehen nicht ganz abgeschlossen. Ich will noch ein wenig mehr Persönlichkeit in dieses Haus bringen.

Das wird ihnen Beiden sicher gelingen! Vielen Dank für das Gespräch.

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