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  • Bild: Torsten Glaschke - Dipl.- Ing. (FH), Architekt
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Torsten Glaschke

Dipl.- Ing. (FH), Architekt

Schön, dass Du da bist. Erzähl doch bitte ein bisschen was zu Dir. Wo kommst Du her, was zeichnet Dich aus, wie war Dein Werdegang? Skizziere vielleicht eine Art "Lebensansicht".

Eine Lebensansicht?! Also, ich komme aus Jena in Thüringen, bin dort groß geworden, zur Schule gegangen und habe dann irgendwann sehr spontan entschieden, dass ich unbedingt Architektur studieren muss.

Muss?!

Ja, muss.

Warum muss?

Weil ich diese Vielseitigkeit und Kreativität brauche, gerade die Vielseitigkeit, die dieser Beruf bietet. In meinem Berufsalltag merke ich immer wieder, dass es Themen gibt, die Spaß machen und es Themen gibt, die weniger Spaß machen. Ich bin schnell von vielen Dingen gesättigt und gelangweilt - egal, ob sehr monoton oder sehr kreativ. Die Architektur bietet einen für mich sehr ausgewogenen Wechsel.

Sodass man so-zu-sagen auch relativ schnell springen muss zwischen der Welt des Planens und der Welt der Realität, der Baustelle...

Ja... Um mal raus zu kommen, habe ich in Leipzig studiert. Dann bin ich wieder zurück in meine Heimat und nach sieben Jahren ging es wieder weg von der Heimat, nach Nürnberg.

Ok, was hat Dich denn bewogen, so einen Ortswechsel vorzunehmen?

Es gibt eigentlich zwei große Kriterien, zum Einen meine Partnerin, die hier in Nürnberg wohnt. Wir haben uns vor drei Jahren kennengelernt, eine Fernbeziehung geführt und irgendwann entschieden, dass ist nicht die Zukunft. Sie ist hier in Nürnberg mittlerweile verwurzelt und ich hatte eh die Idee, dass nochmal etwas Neues passieren muss. Dann kam noch der Christian dazu, unser gemeinsamer Physiotherapeut und er meinte eines Tages: na Mensch, ruf doch da mal beim Mathias an. Das hab ich gemacht und so ist das Neue dann auch gekommen.

Also über einen privaten Kontakt?

Genau.

Und dann hast Du die erste Begegnung mit Mathias gehabt und Dich für blauhaus entschieden oder hast Du gedacht, ich probier es erst einmal aus?

Ich habe mit Mathias sehr offen über die Probleme gesprochen, die sich ergeben, wenn man die Bürostruktur von A bis Z durchsteigt und ein Teil davon wird, nicht einfach nur ins Büro kommt, um zu arbeiten, sondern Teil des Ganzen ist und Mathias war sehr verständnisvoll. Er hat mir seine Sichtweise dargelegt und die hat mir sehr gefallen und imponiert, weil sich das mit meiner Sichtweise deckt, wie das Büro funktionieren sollte, wie man miteinander umgeht. Wir haben uns dann spontan am Gartentisch die Hände gereicht und festgelegt: in drei Monaten sehen wir uns.

Und könntest Du das kurz genauer beschreiben, wie ein Büro funktionieren könnte oder dürfte oder sollte?

Ein ganz großes Thema für mich ist, dass man offen miteinander umgeht, dass man vor allem schaut, in-wie-weit sich die Leute einbringen wollen. Nicht jeder will sich bis ins letzte Detail ins Büro einbringen, in meinem alten Büro war es meine Intention, mit teilzuhaben, mit zu lenken und auch ganz andere und neue Wege zu beschreiten, andere Bauherren anzusprechen, andere Bauvorhaben anzugehen. Wenn aber diese Ideen und Ansichten komplett im Rauschen untergehen, dann ist es schwierig, auf Dauer motiviert zu bleiben und an die gemeinsame Zukunft zu glauben.

Also nicht gesehen werden mit seinen Anliegen?

Genau. Ich habe dann die Entscheidung getroffen, dass es in dieser Form keine Zukunft gibt.

Wie geht es Dir mit dieser Ansicht jetzt hier in diesem Büro?

Die Sicht auf die Dinge hat sich insofern verändert, als dass ich hier im Büro gar nicht in dieser Position bin, da ich die Prokuristenstellung hier nicht inne habe. Ich bin auch ganz froh, hier in diesem komplett neuen Terrain, wo ich weder Bauherren noch Fachplaner oder Firmen kenne, erst einmal einfach nur Angestellter zu sein. Auf das Wissen meiner Kollegen und von Mathias kann ich immer zurückgreifen und alles wie ein Schwamm aufsaugen. Die Bauherrenstruktur ist hier eine ganz andere als in Thüringen, wesentlich gehobener. Man hat einfach eine ganz andere finanzielle Basis für die Projekte und kann die Projekte ganz anders angehen. Im alten Büro habe ich genau diesen Ansatz verfolgt, die Projekte von der Planungsseite solide aufzustellen, um eine gute Qualität auch mit einem guten Endgeld zu kombinieren.

Gibt es da aus Deiner Sicht tatsächlich ein Ost-West-Gefälle?

Klar, ein ganz gravierendes.

Weil die Kapitaldecke hier anders ist?

Es kann an den Bauherren liegen, die ich habe. Außerdem habe ich das Gefühl, dass hier finanziell wesentlich freier agiert wird.

Das eine ist ja die Freiheit und das andere die Qualität. Würdest Du sagen, dass man dadurch mehr ins Detail gehen darf?

Dazu kann ich in der Form nichts sagen, weil ich seit jeher jedem Bauherren, egal was für ein Honorar dahinterstand, die bestmögliche Arbeit und bestmögliche Qualität zu geben versucht habe.

Das ist ja auch eine Stärke.

Durchaus, aber im Gespräch mit meinem Chef war es immer schwierig, wenn die Stunden und das Honorar abgeglichen wurden. Das ist hier bei blauhaus ein großer Vorteil, durch die Stundenverträge, die wir haben. Bis jetzt hatte ich auch noch keine Probleme den Bauherrn zu erklären, wie die Honorare zu Stande kommen. Es gab zwar schon das Thema, dass der Bauherr Rückfragen zum Honorar hatte, aber letztlich steht dem immer ein messbarer Gegenwert gegenüber. Das freut mich umso mehr, weil ich genau so arbeiten möchte.

Weil es eine Transparenz gibt für den Bauherrn?

Exakt.

Was machst Du konkret hier im Büro, an was arbeitest Du gerade? 

Das sind diverse Projekte. Eine große Fassadensanierung, die sehr oberflächlich angedacht war, aber im Prozess des Entwerfens sehr viel detaillierter geworden ist, als der Bauherr sich das gedacht hat. Dann ein kompletter Innenausbau von einer privaten Villa, ein sehr spannendes Projekt. Wir sollen in eine moderne und sehr rohe vier Jahre junge Villa die Gediegenheit und den Charme der Schweiz einziehen lassen. Aber auch ingenieurtechnische Projekte wie Feuchtesanierungen, liegen auf meinem Schreibtisch. 

Und wenn Du Dich jetzt in die Visionssuche begibst, wo führt Dich Dein Weg in den nächsten Monaten hin? 

Die aktuellen Projekte werden mich noch eine ganze Weile begleiten. In einer Vision sieht man sich immer auch ein bisschen selbst und so hoffe ich, dass sich mein aktueller Schaffensbereich wie Einfamilienhäuser, Villen, generell gehobener Wohnungsbau in der Zukunft weiter manifestiert. Bei diesen Projekten arbeitet man zielgerichtet und schafft vorzeigbare Qualität. Eine Feuchtesanierung im Keller, auch wenn sie 200.000 Euro stark ist, besitzt immer eine untergeordnete Außenwirkung. Der große Planungsaufwand, kombiniert mit hohen Risiken und zwingend perfekter Detaillierung bringen doch ein großes Ungleichgewicht mit sich. Der Neubau ist meine Heimat und Bauen im Bestand, also die Kernkompetenz von blauhaus ist es so garnicht. Aber ich bin offen für Neues und sauge das ganze Wissen auf, welches sich in hoher Konzentration hier im Büro befindet. 

Jetzt mal weg vom Beruflichen, was macht der Privatmann Torsten so gern? 

Er baut ein Haus um, das Haus seiner Freundin. 

Ein altes Haus? 

Ja, 1950, ein altes Holzhaus. Sehr spannend, sehr vielschichtig, man lernt seine eigenen Kompetenzen kennen. Manchmal fragt man sich, warum man dieses oder jenes als Architekt nicht kann oder weiß, wenn man in der Arbeitermontur mit der Brechstange in der Hand vor einer Holzwand steht und sich überlegt: Und wie mach ich das jetzt? Das ist ein riesiger Freizeitfüller, weil wir immer Stück für Stück abarbeiten. Dieses Jahr wollen wir noch den Garten umgestalten, Gäste-WC und die Trinkwasserleitungen sollen auch erneuert werden. 

Wenn dieses Haus jetzt sozusagen nicht existiert hätte, sondern nur die grüne Wiese, wie hätte ein Neubau ausgesehen? 

Definitiv in Holz. In einem Geschoss gedacht, sehr flach, sehr smart und natürlich mit einem großen Fotostudio für meine Freundin. Ein relativ überschaubarer Wohnbereich, da wir mit wenig Wohnraum auskommen. Das wäre der Wunsch und diese Vision haben wir noch nicht ganz ausgeschlossen. 

Ein Pavillongedanke... 

Richtig, viel Glas. Die Sonne kann man immer irgendwie aussperren, aber der Ausblick, der muss möglich und frei sein. 

Nürnberg hast Du seit einem halben Jahr kennengelernt. Wie gefällt Dir die Stadt oder wie fühlst Du Dich hier in dieser Stadt? 

Ich kenne Berlin relativ gut und muss sagen, Berlin hat mir überhaupt nicht gefallen. Nürnberg ist jetzt nicht ganz Berlin, aber auch eine Großstadt und ich fühle mich hier wesentlich wohler. Es ist deutlich größer als meine Heimat und wesentlich lebendiger. Im täglichen Leben bin ich viel mit der Straßenbahn unterwegs und habe viel Kontakt mit den Menschen und den unterschiedlichen Kulturen. Wir wohnen in der Südstadt, da ist es sehr bunt und lebendig. Das passt sehr schön. 

Am Schluss stelle ich Dir jetzt sieben Begriffe vor und lade Dich ein, auf jeden Begriff mit einem Wort zu antworten. 

Heimat

Jena

Alte Häuser 

Spannend 

Gemeinschaft 

Wichtig 

Freiheit 

Unbezahlbar 

Mathias Kreibich 

Chef 

Farbe blau 

Nicht-grün 

Architektur

Qualität

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