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  • Bild: Pavel Stepanov - Master of Arts, Architektur
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Pavel Stepanov

Master of Arts, Architekt

Hallo Pavel, schön, dass du hier bist, stell dich doch bitte kurz vor.

Ich heiße Pavel, ich komme aus Kostroma in Russland. Ich bin mit 11 Jahren nach Deutschland gezogen, habe hier das Abitur und einen Bachelor- und Master-Studiengang erfolgreich abgeschlossen. Jetzt arbeite ich hier im Büro blauhaus.

Wie bist du denn zu blauhaus gekommen?

Ich war während und nach meinem Studium zuerst in einem anderen Büro tätig. Dann wollte ich aber eine neue Herausforderung suchen und habe mich nochmal hier in Nürnberg umgeschaut. Das war auch auf Anraten meiner Frau, die dieses Büro entdeckt hat, da wir hier in der Nähe wohnen. Sie hat mich dazu aufgefordert, mich hier zu bewerben. Das habe ich dann auch gemacht und es hat ja auch geklappt.

Also hat deine Frau sozusagen schon vorher recherchiert?

Ja, sie hat recherchiert und dann meinte sie, sie hätte einen Traum gehabt, in dem sie vor einem Gebäude mit der Aufschrift blauhaus stand.

Das ist ja ein ungewöhnlicher Weg zu einer neuen Arbeitsstelle: Und dann?

Dann hat sie mir das erzählt und ich bin hierher gegangen und jetzt bin ich hier.

Wie war deine erste Begegnung mit Mathias?

Es war ganz entspannt, ich habe um einen Termin gebeten und ich habe auch schnell einen bekommen. Wir haben auch viel über Russland und über kirchliche Sachen geredet, weil mein Vater Priester ist und meine Masterarbeit auch um unsere Gemeinde ging und das neue Kirchen-Gebäude. Wir waren schnell auf derselben Ebene und das hat mir sehr gefallen.

Wann ist dir denn das erste Mal der Gedanke gekommen Architekt zu werden?

Ich wurde noch vor der ersten Schulklasse in Russland zum Malen und Töpfern geschickt und habe mich auch hier in Deutschland ununterbrochen damit weiter beschäftigt. Ich hatte Kunst als Abiturfach und meine Facharbeit war eine Skulptur des Dürer-Hasen á la´Gaudi. Damit habe ich einen berühmten Architekten in meine Skulptur einbezogen und war damit auch erfolgreich, da die Skulptur in der Zeitung veröffentlicht wurde. Somit war dann auch klar, dass ich entweder Architektur oder irgendetwas mit Design studieren werde, wobei mir dann Architektur letztendlich passender für mich erschien.

Was sind jetzt deine Tätigkeiten hier?

Ich wurde von Anfang an in ein großes Projekt einbezogen und war da auch längere Zeit in der Werkplanung tätig. Später wurde ich dann auch in andere Leistungsphasen integriert. Mit der Zeit habe ich auch frühere Leistungsphasen bei anderen Projekten erledigt und mittlerweile habe ich meine ersten eigenen Projekte, welche ich als Projektleiter geführt habe, fertiggestellt. Ich bin auf die Baustelle gefahren, traf mich mit den Bauherren, organisierte und plante, diese Selbstständigkeit gefällt mir sehr.

Wie geht's dir in diesem Team?

Ich wurde gleich ins Büro 3 gesetzt, zwischen die beiden Chefs, aber die Atmosphäre ist schön und wir sind immer gut gelaunt und arbeitsfreudig.

Wenn du jetzt an deine Zukunft hier denkst, was ist dein berufliches Ziel?

Ich möchte eigentlich als Hauptziel ein universeller Architekt sein, der alles kann und nicht nur irgendwie als Entwurfsarchitekt tätig ist, sondern kompetent in allen Leistungsphasen arbeitet. Dann möchte ich noch meine Schwächen ausgleichen, damit ich in allen Bereichen fit bin.

Und siehst du da in der Struktur dieses Büros für dich gute Möglichkeiten, deine Ziele zu verwirklichen?

Ja, die Arbeit ist ziemlich vielfältig, die Projekte sind auch ganz unterschiedlich. Ich war bis jetzt in den ersten sechs Leistungsphasen tätig und das wird, denke ich, auch so weiter gehen.

Außerhalb von der Arbeit, was sind denn deine Hobby´s?

Ich war schon immer gern unterwegs, auf Reisen. Dazu hat mich meine Mutter angesteckt. Wir sind mit der Familie viel gereist und jetzt tue ich es auch mit meiner Frau. Ich fotografiere dabei auch gerne - Architektur, Landschaft, alles Mögliche. Ich besitze jetzt auch eine professionelle Ausrüstung und das macht mir Spaß. Nebenbei zeichne ich auch noch gerne. Ich liebe es auch mit meiner Frau zu essen, da sie sehr gut kochen kann.

Die gute MelonenTorte letzte Woche war wohl von ihr...

Ja, unter vielen anderen... ;)

Wenn du für dich und deine Frau ein Haus planen würdest, wie sähe das aus?

Da müssten wir schon reichlich Kompromisse finden (lacht). Ich müsste natürlich die planerische Leitung übernehmen und würde dabei natürlich auch auf die Wünsche meiner Frau eingehen. Und wie würde es ungefähr aussehen? Das ist für mich sehr ortsabhängig, weil die Architektur meiner Meinung nach auch in den Ort integriert werden sollte. Und solange ich nicht weiß, wo das Grundstück sich befindet und wie das Haus platziert werden könnte, kann ich das auch erst im Nachhinein entwerfen, nachdem ich die Lage besichtigt und mich in die Umgebung hineinversetzt habe.

Und würdest du lieber in der Stadt oder auf dem Land leben?

Ich denke mal in der Stadt. So bin ich von Anfang an aufgewachsen. Stadtleben gefällt mir sehr, aber wer weiß, vielleicht zieht es mich irgendwann im Rentenalter aufs Land.

Ich nenne dir jetzt noch sieben Begriffe und du schenkst mir bitte ein Wort dazu...

Nürnberg: 2. Heimat

Heimat: Russland

Denkmal: Schatz

Mathias Kreibich: Weingenosse

Neubau: vorausdenkend

blauhaus: Mannschaft

Genuss: Ehefrau

Am Schluss möchte ich dir noch einige Frage zu deiner Ursprungsheimat stellen. Hättest du dir auch vorstellen können, als Architekt in deiner ersten Heimat zu bauen und dort zu leben und zu gestalten? Ist das ein Thema, worüber du nachdenkst?

Ich könnte mir schon vorstellen, dort zu bauen, aber von Deutschland aus, weil ich einerseits gegenüber anderen Architekten hier die sprachlichen Vorteile habe und andererseits auch die russische Mentalität kenne. In Russland gibt es auch einige gute Architekten und ich würde dort nicht so rausstechen.

Du hast ja aus zwei Kulturen etwas gelernt, aus der russischen und aus der deutschen, was ist für dich eine russische und eine deutsche Charakterstärke, die dich ausmacht?

Die deutsche Charakterstärke ist wohl die Fähigkeit sich zu organisieren und diszipliniert zu sein. Die russische ist wohl die Stärke des Geistes.

Oh, dass klingt interessant, die Stärke des Geistes, kannst du mir das genauer erklären?

Naja, ich bin als Priestersohn sehr gläubig aufgewachsen und der Glaube stärkt mich auch mental und geistig sehr.

Das ist eine gute Basis... ganz herzlichen Dank für das Gespräch, Pavel.

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