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  • Bild: Mathias Kreibich Architekt BDA Inhaber von blauhaus
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Mathias Kreibich

Architekt BDA, Inhaber von blauhaus

Mathias Kreibich, ist Architekt aus und mit Leidenschaft. Als Chef von blauhaus ist er nicht nur an allen Projekten beteiligt, sondern definiert den Stil seines Unternehmens. Der ist transparent, ehrlich und lösungsorientiert. Das ist nicht immer der einfache, aber immer der richtige Weg.

Wer bist Du, in einem Satz formuliert?

Ich bin Europäer und Baumeister.

Was machst Du im dritten Jahrzehnt deiner blauhaus-Selbstständigkeit?

Der Schwerpunkt meiner Tätigkeit hat sich verlagert, weg von den Projekten, hin zur Weiterbildung der jungen Architekten und nach wie vor schaue ich, dass nichts anbrennt. Vor allem in den Anfangsphasen der Projekte lege ich die Strategien mit fest, um die Risiko- und Chancenbeurteilung im Blick zu haben.

Wie viele der Projekte leitest Du selbst oder bist mindestens involviert?

In den wöchentlichen Meetings vermitteln die Projektleiter einen Überblick über die Projekte, sodass der Büroleiter, Herr Langerwisch und ich jeweils auf dem Kenntnisstand sind und diese jederzeit als Libero unterstützen können. Somit bin ich in alle Projekte involviert und wir entscheiden so gemeinsam, welche Aufträge wir von der Vielzahl der Anfragen annehmen.

Was kannst Du am Besten?

Probleme lösen. Komplizierte Systeme einfach darstellen und abwickeln. Leute zusammenbringen und dazu motivieren, dass etwas Gutes rauskommt. Vertrauen geben und Angst nehmen.

Auf welches Projekt bist Du besonders stolz?

Auf das ganze Projekt blauhaus.

Warum?

Als noch niemand über Nachhaltigkeit, Bauen im Bestand und Ressourcenschonung gesprochen hat, haben wir das bereits aus Interesse gemacht. Es war eine Gründungsidee des Büros, die alten Häuser zu retten und aus dem, was da ist, etwas Neues zu gestalten.

Gab es dafür einen Hintergrund?

Ja, sicher. In meiner Jugend war für mich das Leid über den Zerfall der alten gotischen Bautradition im Osten von Deutschland prägend, ich wollte Häuser retten und nicht in einer Platte wohnen.

Gibt es ein Lieblingsprojekt nach all den gelebten Jahren?

Ja, ein altes und ein neues. Das alte ist eine Privatbibliothek (Projekt Nr. 32) und das neue ist ein Livingpool (Projekt Nr. 146), gebaut in der Coronazeit.

Warum genau diese beiden?

Weil sie beide "Gefäße" für Lebendigkeit sind, eines ist gefüllt mit Geschichten und das andere mit Wasser, dem Element des Lebens und hinter beiden Projekten stehen Menschen mit Begeisterung für die Dinge und einer Dialogfähigkeit, diese genau zu beschreiben.

Ist das ein Wunsch des Büros, mit den Kunden in einen guten Dialog zu treten?

Ja durchaus. Das war vor 25 Jahren noch etwas schwarz-weißer. Heute sind wir schon "grauer", also vielschichtiger. Wir finden in vielen Fällen einen Konsens. Obwohl wir einfach von vornherein schon verschiedene Sachen nicht anfassen, wovon wir sagen: "Das wollen wir nicht." Wir schließen also manche Kunden vorher aus. Bauträger oder unklare Auftraggeber sind nicht unser Thema. Zum Beispiel war einmal eine Kundin hier. Sie wollte ihr Haus umbauen. Ich ging also hin, sah mir das Projekt an und beriet sie zwei Stunden. Danach sagte sie: "Wir haben noch zwei andere Architekten, mit denen wir auch noch durchgehen wollen." Nach vier Wochen meldete sie sich wieder: "Wir könnten uns vorstellen, mit Ihnen zu arbeiten, wenn Sie uns noch die und die Dinge kostenlos erbringen." Ich habe dann überlegt, will ich das? Und ihr geantwortet: "Aus meiner Erfahrung heraus glaube ich, dass Projekte, die so beginnen, auch ungut zu Ende gehen. Ich bin nicht der richtige Mann für Sie." Entweder vertraut man, oder eben nicht.

Eine Haltung, die man sich erst erarbeiten muss.

Nein, das habe ich vom ersten Tag der Bürogründung an so gemacht. Das liegt natürlich auch an meiner DDR-Geschichte. Ich bin jeden Tag aufgestanden mit "Ja" oder "Nein". Für mich gab es damals nur Dagegen oder Dafür.

Also Kundennähe mit absoluter Wahrheit als Grundlage?

Ja, die Kunden nehmen das auch an, weil ich nie Theater mache. Ich lege die Karten am Anfang auf den Tisch. Offenheit ist immer besser, auch wenn es weh tut. Ich mag es nicht, eines nach dem anderen rauszuholen. Dafür habe ich keine Toleranz.

Ist das auch etwas blauhaus-typisches, diese Weitsicht von Anfang an?

Das liegt ein bisschen an der Geschichte des Büros. Ich habe es während des Studiums aufgemacht. Ich hatte keinen Chef, wo sollte ich etwas lernen? Also habe ich alles möglichst gründlich gemacht. Dadurch eignet man sich mehr Wissen an und kann dann den Kunden oft sagen, was auf sie zukommt.

Also ist Transparenz sehr wichtig?

Ja, es ist das Wichtigste überhaupt. Es erleichtert die immer mehr voran schreitenden komplexen Prozesse am Bau. Das möchte ich gerne an die junge Generation weitergeben.

Ist es nicht auch wichtig, diese Transparenz auf der digitalen Ebene darzustellen?

Natürlich. Der Großteil unserer Aufträge kommt heute über das Internet. Daher ist es mir wichtig, dass die zukünftigen Kunden wissen, für wen sie sich entscheiden.

Wie sieht denn Dein Traumhaus aus?

Das Traumhaus steht an einem See (Ich liebe Peter Fox), es ist ein Fachwerkhaus, hat mindestens vierhundert Jahre auf dem Buckel und will so gar nichts, außer Haus sein.

Hast Du das oder kommt das noch?

Vielleicht...aber ich baue nicht mehr neu für mich selbst. Ich habe mir vor Jahren ein Gartenzimmer an unser altes Haus angebaut und bin in eine Krise geraten. Ich habe blockiert und zu meiner Frau gesagt: "Ich besorge mir jetzt einen Architekten, der das macht." Allerdings hat sie dem Architektenwechsel nicht zugestimmt und geantwortet: "Ich lass doch unsere Kinder auch nicht von fremden Pädagogen erziehen." Es ist dann doch etwas daraus geworden.

Was machst Du in der Freizeit, wenn Du gerade nichts baust?

Unsere drei Kindern sind groß und doch ist man immer für sie da. Ich habe eine Männer-Schach-Gruppe. Und ich studiere an der Akademie der Bildenden Künste in Kolbermoor. Außerdem habe ich vor Jahren das Pilgern für mich entdeckt, einfach auf dem Weg sein.

Zum Ende noch ein kleines Spiel. Ich werfe Begriffe rein und Du wirfst assoziativ welche zurück, ohne groß darüber nachzudenken.

Blau: Hoffnung und Ruhe

Nürnberg: Heimat

Bauhaus: das L macht den Unterschied

Notre-Dame: meine Tränen

Astrid: klasse Frau

Bestand: Verlustangst

Kinder: Glück

Danke sehr für dieses schöne Gespräch.

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