Projektbilder

  • Bild: Anastasia Cherlova - Bachelor of Arts, ArchitekturAnastasia Cherlova - Bachelor of Arts, Architektur
  • Bild: Anastasia Cherlova - Bachelor of Arts, ArchitekturAnastasia Cherlova - Bachelor of Arts, Architektur
  • Bild: Anastasia Cherlova - Bachelor of Arts, ArchitekturAnastasia Cherlova - Bachelor of Arts, Architektur
  • Bild: Anastasia Cherlova - Bachelor of Arts, ArchitekturAnastasia Cherlova - Bachelor of Arts, Architektur
  • Bild: Anastasia Cherlova - Bachelor of Arts, ArchitekturAnastasia Cherlova - Bachelor of Arts, Architektur

Anastasia Cherlova

Bachelor of Arts, Architektur

Liebe Anastasia, stell dich doch bitte persönlich vor.

Ich bin Anastasia Cherlova, ich komme ursprünglich aus Russland, bin seit 5 Jahren in Deutschland, also seit 2015. Ursprünglich war mein Ziel erstmal überhaupt in Deutschland zu studieren. Nachdem ich hier auch Praxiserfahrung gesammelt habe, hab ich mich entschieden, die nächsten 10-15 Jahre in Nürnberg zu bleiben, um mich beruflich weiterzuentwickeln.

Ok, ursprünglich hattest du also nur das Studium im Blick und wolltest dann wieder zurückzugehen? War so dein Plan?

Als ich hier ankam, war ich nur auf das Studium fokussiert und sonst nichts. Ich hatte noch gar keinen Plan, wie und wo ich meine Zukunft gestalten werde. Aber ich wollte nicht wieder zurück nach Russland. Der Weg, den ich eingeschlagen bin, ist eher für weitere Entdeckung und Horizonterweiterung geplant. Ich liebe es, mich in unterschiedliche kulturelle Lebensrhythmen zu integrieren.

Und wann kam die Idee hier zu bleiben?

Das kam dann mit der Praxiserfahrung. Durch die habe ich auch festgestellt, dass ich ein Mensch bin, der gerne und schnell etwas umsetzen will. Um ehrlich zu sein, hat mich das Studium zwar mit Wissen und engen Freunden bereichert, war aber trotzdem nicht leicht. Kann auch daran liegen, dass ich parallel ununterbrochen gearbeitet habe, weil meine Eltern ganz weit weg wohnen und ich mich um mich selber kümmern muss. Aber durch die Praxiserfahrung im Büro und auf der Baustelle habe ich dann tatsächlich festgestellt, dass ich in Deutschland bleiben will. Für diesen Beruf habe ich mich bewusst entschieden und die Arbeitsweise macht mir Spaß. Die nächsten 10-15 Jahre werde ich in Deutschland beruflich tätig sein, um Erfahrungen zu sammeln und mich irgendwann als Architektin bezeichnen zu können.

Wann kam dir das erste Mal der Gedanke für ein Architektur-Studium?

Das war immer ein schleichender Prozess in meinem Leben: meine Großmutter ist Architektin, meine Mama ist Architektin und meine Tante ist Architektin, in unserer weiblichen Linie sind also alle Architektinnen und mein Opa wurde da auch mit integriert. Er ist für Büromanagement zuständig. So bin ich in einer architektonischen Familie aufgewachsen. Meine Oma hat mir Malen beigebracht und meine Liebe zum Zeichnen gefördert. Durch meine Eltern wurde der Beruf Architekt in meinem Unterbewusstsein festgesetzt. Als ich klein war, wollte ich Schauspielerin oder Sängerin werden, habe auch sehr gerne getanzt, was ich bis heute immer noch gerne mache. Ich kam zu meinen Eltern und meinte, ich will Tänzerin werden. Wie man sieht, hatte ich schon immer eine künstlerische Neigung und wollte mich entfalten. Ich bin mit 13 Jahren nach Zypern umgezogen und habe bis zum Schulabschluss überlegt, was ich studieren werde, ob Politik, Informatik, Medizin oder Jura, es standen viele Wege offen. Eine Zeitlang habe ich mich tatsächlich gegen den Architektenberuf gewehrt, weil dieser meiner Meinung nach nicht genug anerkannt war. Wenn ich Mathias oder meine Eltern anschaue und sehe, womit sie sich alles auskennen, wie tief sie sich mit technischen und architektonischen Details auseinandersetzen und trotzdem den globalen Überblick nicht verlieren, habe ich einen großen Respekt davor. Letztendlich habe ich mich für diesen Beruf entschieden und bereue es heute nicht.

Wo hast du studiert?

Mein Abitur habe ich auf Zypern gemacht und mein Studium habe ich in Nürnberg an der TH Ohm mit meinem Bachelor abgeschlossen.

Wie bist du dann zu blauhaus gekommen?

Durch die Internetseite...ich habe nach den besten Büros in Nürnberg gegoogelt und dann habe ich in der Liste auf den ersten Plätzen blauhaus gefunden und habe mich hier spontan beworben, das war schon in Corona Zeiten Ende August 2020. Dann hat sich Mathias gemeldet und gefragt, was ich genau machen will und ich habe gesagt, dass ich bei blauhaus als Werkstudentin anfangen möchte. Nach meinem Probetag und der Besprechung wurde ich eingestellt.

Dann hat dich das Team aufgenommen, was ist dein Gefühl hier?

Das habe ich schon gestern beim Mitarbeitergespräch gesagt, es ist ein humorvolles Büro. Also an Humor fehlt es hier echt nicht und was ich sehr schätze, ist tatsächlich die Teamarbeit, wobei man auch an jedem Projekt eigenständig arbeitet, aber man ist immer im Rücken gestützt, das finde ich sehr gut hier, das ist eine Qualität, was das Büro als Ganzes stärkt. Also die Teamarbeit ist perfekt - man unterstützt sich immer gegenseitig. Auf der anderen Seite ist die Arbeit auch konzentrationsfördernd. Durch die arbeitsfreundliche Atmosphäre und die gemütlichen Räumlichkeiten spürt man den Charme des sanierten Altbaus und kommt gerne ins Büro zum Arbeiten. Ich fühle mich hier sehr wohl, hoffentlich ihr auch, weil ich ja öfter mal laut bin...

Das ist doch gut - das bringt Leben in die Bude - und fördert die Teambildung. Was sind deine jetzigen Projekte im blauhaus?

Mein Hauptprojekt von Anfang an ist der Neubau eines Einfamilienhauses in der Gemeinde Rohr. Ich finde es super, dass ich damit eingestiegen bin, das hatte Mathias bei meinem Einstellungsgespräch auch erwähnt. Er sagte: "Pass mal auf, da gibt es ein Projekt, willst du das fast vom Anfang bis zum Ende führen?" und ich habe geantwortet: "Perfekt, mit deiner Unterstützung kriege ich das hin; ich bin ja frischer Absolvent, aber ich traue mir das zu". Und mit Support von Mathias und Philipp schaffe ich das auch. Neben diesem Projekt springe ich immer wieder bei anderen Projekten zum Unterstützen ein, z.B. für St. Anton von Philipp und Ralf und für die Dachinstandsetzung des Kronacher Bunkers in Fürth. Neulich bekam ich ein neues Projekt für die Außenanlagen in einem Grundstück und noch ein Weiteres kommt hinzu. Ich bin sehr gespannt!

Und wie kommst du mit der Kombination von Studium und Arbeit als Werkstudentin zurecht?

Das Aufeinanderstoßen von beidem ist erstmal schwierig im ersten Semester, finde ich, weil man sich doch viel Mühe nehmen muss für beide Sachen, für die Arbeit und natürlich für das Studium. Sich gleichzeitig auf zwei Sachen zu konzentrieren und Vollgas bei beidem zu geben, kann öfter anstrengend sein. Ich mache meinen Master wegen der Architektenkammer, da man sich in Bayern mit einem 6-Semester-Bachelorstudium nicht eintragen lassen kann, leider. Außerdem sagt man ja, die Studienzeiten sollen die besten Zeiten im Leben sein.

Das ist deine Ziellinie...

Genau, das ist meine Ziellinie. Ich bin froh, wenn ich den Masterabschluss auch hinter mich gebracht habe. Ich konzentriere mich aufs Berufsleben und habe vor ein Urlaubssemester zu beantragen, damit ich hier ein Semester Vollzeit arbeiten kann. Dank blauhaus sehe ich meine Arbeitszukunft deutlich und klar und hoffe, dass meine Leistungen dem Büro/Team gut tun.

Bleibt neben der Architektur auch Zeit für Hobbies?

Soviel Zeit bleibt leider nicht übrig. Mein Leben ist gerade nur Architektur wegen Studium und Arbeit, ich bin sehr beschäftigt und das ist auch gut so. Allerdings fehlt mir schon ein bisschen die Abwechslung, das muss ich schon sagen. Ich hab immer wieder mal versucht, mit Sport anzufangen, allerdings bin ich da ein spezieller Fall. Vielleicht werde ich das hinkriegen, wenn das Studium irgendwann mal vorbei ist. Ich habe früher in der Nationalmannschaft Volleyball gespielt und das würde ich gerne in Deutschland fortsetzen. Tanzen ist immer noch meine Leidenschaft. Also Tanzen, Volleyball, Singen sind meine Lieblingshobbies. Zur Freizeit gehört auch sich mit Freunden treffen, austauschen und Zeit zusammen zu verbringen. Und natürlich viel Quatschen mit meiner Familie, wir telefonieren fast jeden Tag und teilweise dauern unsere Telefonate über eine Stunde oder noch länger.

Reist du noch hin, also kannst du sie besuchen, wie ist das im Moment?

Also im Moment traue ich mich nicht wegen Corona und sie sich natürlich auch nicht. Meine Familie ist teils in Russland, teils in den USA und ich bin in Europa als Mittelpunkt dazwischen. Aber durch Corona ist es schwer, dass sie beide zu mir kommen. Meine Mama habe ich das letzte Mal vor vier Jahren gesehen, sie kam mich hier besuchen, auch meine Großeltern kommen mich einmal im Jahr besuchen. Ich war das letzte Mal vor zwei Jahren in meiner Heimatstadt.

Hast du noch Geschwister?

Nein. Ich bin das einzige Kind und hab die ganze Liebe von der Familie bekommen. Für die Werte, die mir meine Familie gegeben hat, bin ich sehr dankbar.

Wenn du je ein Haus bauen solltest für dich, wie sähe das aus?

Je nachdem, wo ich wohnen werde, versuche ich es gemütlich und im High-End-Stil zu gestalten. Wer weiß, welche neuen Trends auf uns künftig zukommen.

Am Schluss habe ich noch sieben Wörter für dich und es wäre schön, wenn du zu jedem Wort eine Assoziation nennst...

Freiheit: ich

Heimat: Familie

Bauhaus: Architektur

Team: blauhaus

Mathias Kreibich: Führung

Farbe blau: Meer

Vielen Dank für das Gespräch.

Weitere Artikel in dieser Kategorie

Ihr persönlicher Merkzettel

Menu

Schnellkontakt

Schnellkontakt
Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung