Zurück auf dem Pfad der Tugend

Noch mehr Betten als ursprünglich geplant: Sozialwerk der DB will Haus „Isarwinkel“ erweitern

Bad Tölz – Geht es mit dem Bad Tölzer Badeteil wieder aufwärts? Die Frage ist berechtigt. Jahrelang gab es nur Schlagzeilen über stillgelegte Hotels, über Bauruinen und über sinkende Bereitschaft zu Investitionen. Jetzt gibt es positive Nachrichten.

Zunächst wurde Ralf Munkert für seinen mutigen Ausbau der Rehal-Klinik Frisia mit dem Wirtschaftspreis des Landkreises ausgezeichnet dann gab es Fortschritte über den Neubau eines Wellness-Hotels im Bereich der Breumayer- und der Ludwigstraße (zumindest wird schon mal ein Bebauungsplan im „beschleunigten Verfahren“ aufgestellt) und jetzt überrascht das Sozialwerk der Deutschen Bahn (DB) mit dem Antrag, ihr Haus „Isarwinkel“ im Eck Ludwigstraße/Buchener Straße noch umfangreicher als bisher geplant, zu renovieren und zu erweitern. Vor zwei Jahren hatte der Bauausschuss des Stadtrates die Pläne schon abgesegnet. Außer dass im kleinen Anbau entlang der Buchener Straße die dort untergebrachten Geschäfte schon teilweise ihren Rückzug angezogen haben (der Bau wird abgerissen), hatte sich allerdings nicht viel getan. Doch jetzt lag dem Rathaus ein Tekturplan vor. Demnach soll der Neubau statt drei Stockwerken ein viertes bekommen, aber dadurch nicht höher werden als das derzeitige Rückgebäude. Die Stiftung wird ihren Erholungssuchenden künftig 170 Betten statt 146 Betten zur Verfügung stellen können, und zwar 98 Betten im Nordflügel und 72 entlang der Ludwigstraße.

Dadurch steigt auch die Zahl der benötigten Stellplätze auf 75, die aber laut Bauamt im Inneren des Komplexes nachgewiesen werden können und somit einer Genehmigung nicht im Wege stehen. Jetzt gibt es auch schon einen Zeitplan, auf den die Tölzer bisher vergeblich gewartet haben.

Der Südflügel und der Anbau mit den Ladengeschäften wird Anfang des Jahres 2012 abgerissen, damit gleich mit dem Rohbau begonnen werden kann. Im Herbst soll bereits Richtfest sein. Die ersten Gäste sollen im Juni 2013 eintreffen. Für Stadtrat Georg Eberl, selbst Hotelbetreiber, „tritt die Stadt jetzt zurück auf den Pfad der Tugend“. „Ich freue mich über diese Entwicklung“, sagt Eberl, der immer wieder kritisiert hatte, dass der Stadtrat sehr oft die Umwandlung von ehemaligen Hotels in Wohnungen genehmigt hatte.

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