Spezial: Perlen im Stadtbild

Viel Geduld und Liebe zum Detail - Stilgerechte Sanierungen fordern großes Engagement

Das Geld ist gut angelegt: Wer sein Anwesen stil- und fachgerecht instandsetzt, sorgt nicht nur für den Werterhalt, sondern auch für ein ansprechendes Stadtbild – ein Gewinn für die Allgemeinheit.

Als Anerkennung für das Engagement und als Ansporn lobt die Nürnberger Sparkasse Jahr für Jahr einen Fassadenwettbewerb aus.

Allein fachlich-nüchterne Kriterien geben bei der Auswahl unter den – diesmal 31 – Bewerbungen aus Nürnberg und dem Kreis Nürnberger Land den Ausschlag. Auf welch langwierige Unternehmen und manchmal auch Abenteuer sich Besitzer und Bewohner einlassen, kommt erst bei der Preisverleihung zur Sprache.

„Es geht noch weiter“, kündigt beispielsweise Veronika Gumlich an. Vor knapp 25 Jahren hatte ihre Familie mit dem Umbau des einst landwirtschaftlichen Anwesens in der Weikershofer Straße (Höfen) begonnen. „Die Stadt ist immer näher gerückt; die Felder für die Tiere sind verschwunden“, sagt sie. Ihr Wohnhaus zeigt eine vor gut 100 Jahren nicht ungewöhnliche Kombination aus Sandsteinsockel mit aufgesetztem Mauerwerk aus Ziegeln.

Die stilgerechte Hausnummer und die Regenrinnen verraten die Liebe zum historisch passenden Detail. „Im nächsten Schritt sind der Zaun und ein rückwärtiges Gebäude an der Reihe“, kündigen die Eigentümer an.

Enormen Aufwand musste Johannes Schmitt (Aufzugswerke Schmitt & Sohn, britischer Honorarkonsul) treiben, um sein vor 15 Jahren erworbenes Anwesen in der Emilienstraße wieder herauszuputzen. Große Flächen waren jahrelang ungenutzt, das ganze Haus befand sich in schlechtem Zustand“, berichtet er. Mit Architekt Bernd Kretschmer, „exzellenten“ Handwerkern „und einer Portion Glück“ sei die Renovierung gelungen – dabei sind unterm Dach sogar neue Räume entstanden und die schmucken Wohnungen in dem Jugendstilviertel nicht etwa durch Geschäftsräume verdrängt worden. Dass auch an Nachkriegsbauten originelle Akzente möglich sind, bewies die Eigentümergemeinschaft in der Schöpfstraße (Zabo): Nach einjähriger Vorarbeit fiel die Wahl unter sieben Entwürfen von Studenten der Akademie der bildenden Künste auf die farbenfrohe Geometrie von Philipp Kummer. Pro Fassade schlug die Renovierung mit immerhin 4000 Euro zu Buche.

Quelle: Nürnberger Nachrichten

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