Meditation unter dem Gewölbe

"blaupause": Beeindruckende Lichtprojektion in der Rathaus Ehrenhalle

Arbeit von Medien-Studenten regte zur Beschäftigung mit der Farbe Blau an

Wo ist Blau? Im Himmel und im Wasser. Was bedeutet uns Blau? Ruhe und Entspannung, aber auch Melancholie und Kälte. Wann denken wir über die Farbe Blau nach? Bestimmt nicht an allen Orten einer hektischen „Blauen Nacht“, aber ganz bestimmt unter dem Eindruck des Projektions-Kunstwerks „Blaupause“, mit dem die beiden Studenten Ingrid Huber und Bernhard Manz das Gewölbe der Rathaus-Ehrenhalle in eine meditative und entrückte Welt verwandelten.

Viele Besucher waren von der Art und Weise gefangen, wie bewegte Bildprojektionen, Musikstücke und Sprachfetzen zu einer ganz besonderen Auseinandersetzung mit dem Begriff „Blau“ einluden. „Für uns ist dies ganz bestimmt keine alltägliche Arbeit“, bekräftigen die beiden Diplomanden in der Disziplin „Audiovisuelle Medien“. Der Kontakt nach Nürnberg hatte sich über das Mediale-Festival ergeben, außerdem hatten Huber und Manz schon von der Blauen Nacht gehört. Eigentlich hätten sie sich das Spektakel ja gerne einmal angesehen, aber dazu hatten sie am Samstag wegen ihres eigenen Projekts keine Zeit.

Sponsoren-Hilfe

Damit ihr ehrgeiziges Decken-Fresko realisiert werden konnte, war natürlich auch die Unterstützung eines Sponsors nötig. Dieser fand sich in Gestalt des Architekten Mathias Hennig, der in Nürnberg ein Architekturbüro leitet. Laut Bernhard Manz war allerdings noch Überzeugungsarbeit an vielen Fronten notwendig, damit die „blaupause“ Gestalt annehmen konnte: „Da ist schon eine Menge Enthusiasmus notwendig, sonst ist so ein Projekt nicht realisierbar.“

Die Gestaltung des Projektions-Freskos wurde in der Vorbereitungsphase genau auf die Gegebenheiten in der Ehrenhalle des Rathauses Wolff´scher Bau abgestimmt: „Ich bin durch das Gebäude gegangen und habe mir überlegt, was wir hier machen könnten“, berichtet Ingrid Huber. Angesichts des schönen Deckengewölbes setzte sich dann hartnäckig die Idee fest, die Projektoren nach oben zu richten. Und bei der Beschäftigung mit der Farbe Blau stießen die beiden auch auf ein Dürer-Zitat, das sie natürlich sofort in ihre Produktion einbauten.

Die Umsetzung der ehrgeizigen Pläne bedeutete nicht nur einen Kunstgenuss für die Besucher der Blauen Nacht, sondern auch einen Schritt zur wissenschaftlichen Anerkennung der beiden Diplomanden: Die „blaupause“ ist nämlich der praktische Teil ihrer Diplomarbeit an der Stuttgarter Hochschule der Medien, die am Wochenende auch von einem Betreuer der Uni begutachtet wurde. Für die akademischen Ehren müssen sie nun aber noch eine schriftliche Arbeit verfassen.

Quelle: Nürnberger Zeitung

Hinweis: blauhaus war 2003+2004 Sponsor einzelner Kunstprojekte der blauen Nacht.

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