Haus Bethanien erstrahlt in neuem Glanz

Auf Sanierung und Erweiterung des Hauses Bethanien darf der Nürnberger Architekt M. Hennig vom Büro „Blauhaus“ stolz sein.

Mit hohem Aufwand hat das Diakonissen-Mutterhaus das Haus Bethanien saniert und erweitert. Am Stadtrand ist es zu einer städtebaulichen Perle geworden. Auffallend ist die transparente Gestaltung.

Der Empfangsbereich ist großzügig und modern gestaltet. Bei der Ausführung wurde nur bestes Material verwendet. Überhaupt: die Sanierung ist hochwertig betrieben worden.

Hochwertige Sanierung des Gästehauses „Bethanien“

Das Diakonissen-Mutterhaus Hensoltshöhe ist bekannt dafür, dass es keine halben Sachen macht. Die theologischen Grundsätze des Hauses wollen, dass sich die Menschen Gott anvertrauen, und zwar ohne jedes Wenn und Aber. Ausflüchte und Halbheiten widersprechen dem Bekennermut all derer, die sich der pietistischen Ausrichtung des Glaubenslebens verschrieben haben.

Das Haus „Bethanien“, das seit Januar 2003 modernisiert und erweitert wurde und seit April 2004 wieder in Betrieb ist, darf als ein Beleg dafür gelten, dass keine halben Sachen gemacht werden. Die Kostenschätzung von drei Millionen Euro konnte nicht ganz eingehalten werden. Mit der architektonischen Konzeption von Mathias Hennig vom Nürnberger „Blauhaus“-Büro hat das Mutterhaus einen städtebaulichen Akzent am Rand der Stadt gesetzt, der dazu noch einen künstlerischen Anspruch hat. Die sieben Tage der Schöpfungsgeschichte, dargestellt von den Künstlern Bernhard Möhnle aus Augsburg und Maximilian Ostermann aus Nürnberg bilden den Rahmen für eine mutige Architektur.

Das Haus kennen die Gunzenhäuser als ehemaligen „Müllers-Keller“ und – später – als die Fabrik „Müller & Ziegler“. Vor 30 Jahren hat das Diakonissen-Mutterhaus die Immobilie erworben und dort ohne großen Aufwand ein zweckmäßiges Gästeheim eingerichtet. Zu den 50 Gästebetten gab es auch noch zwei Gruppenräume. In einem Anbau waren damals Garagen, ein Speisesaal und ein Veranstaltungssaal (am Ende der Goldmayerstraße) angegliedert worden.

Die baulichen Unzulänglichkeiten waren bekannt, aber man begnügte sich über Jahrzehnte damit. Zuletzt aber waren die Verhältnisse doch nicht mehr zeitgemäß. Die Zimmer hatten keine Nasszellen, der Niveauunterschied (fünf Stufen) zwischen dem Bettenhaus und dem Neubauteil ließ eine Nutzung für behinderte Menschen nicht zu. Rektor Hermann Findeisen machte eine Erfahrung, an der wohl alle Bauherren nicht vorbeikommen: „Immer wieder offenbarten sich neue Mängel und so stieg der Sanierungsaufwand an.“ Das Dach war schadhaft, ebenso die Außenmauern.

66 Betten modern eingerichtet

Der Architekt aus Nürnberg hat aus den Gegebenheiten das Beste gemacht und mit dem Einverständnis des Bauherrn hochwertiges Material verarbeitet. Die beiden Gebäude (früheres Bettenhaus und Speisesaal) sind jetzt durch einen durchsichtigen Gebäudeteil getrennt. Im Bettenhaus sind unten Gruppenräume, darüber 38 Zimmer mit 66 Betten (zwölf Einzelzimmer, 13 Doppelzimmer und 13 Zweibettzimmer). In den beiden Etagen sind jeweils behindertengerechte Zimmer sowie eine Lobby mit Teeküche.

Der verglaste Eingangsbereich (als Verbindungsstück) verfügt über einen großflächigen Empfangsraum. Im Obergeschoss ist eine Galerie und die Verbindung zum Speisesaal. Der dritte Gebäudeteil hat einen großen Tagungsraum sowie einen Speisesaal. Jeweils vorgelagert sind die Sanitärräume.

Das Diakonissen-Mutterhaus konnte bei der Auftragsvergabe den Dittenheimer Bauunternehmer Karl Schmidt berücksichtigen, der für seine ordentliche Arbeit bekannt ist und der als ein Mann gilt, der zu seinem Wort steht. In einem modernen Styling sind die Außenanlagen gehalten- Stahl und Glas bestimmen den Bau. Dem Planer Mathias Hennig darf eine Architektursprache vom Feinsten attestiert werden. Er ist als Sieger aus einer Ausschreibung hervorgegangen, an der vier Planer beteiligt waren. Hermann Findeisen gerät ins Schwärmen, wenn er an die Zusammenarbeit mit dem Nürnberger denkt: „Er hat sich unheimlich reingekniet und einen Entwurf vorgelegt, der einfach bestechend war.“

In den Künstlern Bernhard Möhnle und Maximilian Ostermann hat der Architekt zwei Partner gefunden, die sein Werk auf vorzügliche Weise ergänzen. Sie nahmen die Leitideen auf und schufen für jeden der sieben Schöpfungstage ein modernes Kunstwerk. Eines davon zieht sich über die ganze Breitseite des Speiisesaals, andere wiederum brechen das Licht in den langen Fluren. Alle Kunstwerke korrespondieren mit biblischen Aussagen. Findeisen sieht das Werk der Künstler und die Philosophie des Mutterhauses auf einer Reihe: „Wir wollen den Menschen in ihren Lebens- und Glaubensfragen helfen. Und dazu gehört auch ein schönes Ambiente.“

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen

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