Gesellschaft Museum gibt ihr großes Gelände frei

Alter Park wird bebaut

25 Wohnungen, Penthäuser und Büros geplant - „Stadtvillen“

Ein Neubauprojekt der Luxusklasse wird auf dem idyllischen Parkgelände des Vereins Gesellschaft Museum in Johannis entstehen. 21 Millionen Mark will Bauträger Volker Koch in drei „Stadtvillen“ an der Frommannstraße / Ecke Campestraße investieren. 25 Wohnungen und vier Büros sollen entstehen Damit verschwindet allerdings einer der letzten grünen Flecken in dem Stadtteil, der sich längst zum begehrten In-Viertel entwickelt hat.

„Mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ hat Peter Link, der Vorsitzende des Traditionsvereins, das Grundstücksgeschäft hinter sich gebracht. Der Erlös aus dem Erbpacht-Vertrag für den ehemaligen Minigolf-Platz mit altem Baumbestand soll endlich die grundlegende und dringend notwendige Sanierung der alten Vereinsvilla im Rokoko-Stil erlauben. Kein Wunder, dass etwa die Hälfte der Anrainer dort von den Bebauungsplänen gar nicht erbaut war.

Hotelpläne scheiterten

Bereits 1994, als auf demselben 3700 Quadratmeter-Gelände in drei Pavillons ein Vier-Sterne-Hotel entstehen sollten, waren sie auf die Barrikaden gegangen. Damals hatte das renommierte Nürnberger Architekturbüro Grabow und Hofmann für den Entwurf gezeichnet, der am Ende aus wirtschaftlichen Gründen scheiterte.

Für die drei Komplexe übernahm jetzt der Heilsbronner Architekt Gawril Filipow die Planung. Ein „warmer Stil mit süditalienischem Flair“ soll betuchte Käufer anlocken.

Penthäuser mit bis zu 170 Quadratmetern, 80 vorwiegend unterirdische Stellplätze, viel Komfort und Licht sind zum Beispiel für Bewohner konzipiert, deren Kinder aus dem Haus sind und die ihr Eigenheim am Stadtrand gegen einen zentralen Wohnort mit hohem Freizeitwert eintauschen wollen.

Bäume bleiben erhalten

Die alten Bäume müssen stehenbleiben, lautete eine der Vorgaben der Stadt, die am liebsten den Park erhalten gesehen hätte. Doch, so Vereinschef Link, der schleichende Verfall der über 100jährigen Villa habe keine Wahl gelassen. Auch für die Freunde des weitläufigen Biergartens des Restaurants im Erdgeschoss des Altbaus ist das eine bittere Pille. Allenfalls auf der Terrasse und nur bis 20 Uhr kann man noch draußen sitzen, wenn der Bau Ende 2001 fertig ist.

Quelle: Nürnberger Nachrichten

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