Drei erste Plätze beim Fassaden-Wettbewerb

Mit der Prämierung sind Renovierungs-Leistungen am bestehenden Objekt gewürdigt worden

24 Bewerbungen ließen die Köpfe der Jury rauchen
Fenstergestaltung verhinderte oft bessere Bewertung

Eine 16köpfige Jury hat gestern besonders gut renovierte Fassaden Nürnberger Häuser ausgezeichnet. Der ehrenamtlichen Gutachterkommission lagen in der Stadtsparkasse am Lorenzer Platz 24 Bewerbungen vor. Die Wahl war nicht einfach. Das Ergebnis zeigt es: Vergeben wurden drei 1. Preise, drei 2. Preise und drei 3. Preise. Die von der Stadtsparkasse zur Verfügung gestellten Geldpreise werden den Preisträgern am 12. Oktober überreicht. Die 1. Preise mit je 2500 Mark gehen in die Arminiusstraße 1, in die Lohestraße 227 und in die Pfeifergasse 6.

Als Beurteilungskriterien hatte die Jury die städtebauliche Einordnung der eingereichten Fassaden zu bewerten, die Gestaltung des Gebäudes, die Farb- und Materialwahl im Hinblick auf die Fassadenarchitektur sowie das Engagement des Hauseigentümers.

Häufig bemängelter Schwachpunkt: die Fenstergestaltung. Bewertet wurden in diesem Jahr Häuser mit Baujahr bis 1940. Es war bereits der 24. Fassadenwettbewerb.

Die Villa in der Arminiusstraße 1 (Tullnau, Baujahr 1928) im Stadtrandbereich überzeugte die Jury nicht nur auf den ersten Blick, sondern auch später, als man viel kleinlicher werden musste, um eine Auswahl treffen zu können. Laut Stadtheimatpfleger Georg Stolz wurde das Haus mit großem Aufwand und viel Sachverstand restauriert. Stolz:

„Es ist eine Lösung erreicht worden, die in jeder Hinsicht mit gut bis vorzüglich zu beurteilen ist.“ Dieser Meinung war die gesamte Jury. Das Gebäude Lohestraße 227 (Knoblauchsland, Baujahr 1648) entstammt einer ganz anderen Kategorie von Bauwerken. Es ist der alte Bestand eines früheren landwirtschaftlichen Anwesens mit Scheune und Geräteschuppen, aus dem ein Wohnhaus entstanden ist. Die neuen Besitzer haben sich Stolz zufolge erfolgreich bemüht, in allen Teilen dem erworbenen Bestand gerecht zu werden.

Preis in die Altstadt

Der dritte vergebene 1. Preis geht in die Pfeifergasse 6 (Baujahr 1558), gelegen im südlichen Altstadtbereich. Es ist ein von den Altstadtfreunden innen und außen saniertes Handwerkerhaus, das im vorigen Jahrhundert umgenutzt und umgebaut worden ist.
Die drei 2. Preise: Meuschelstraße 23, Buchenschlag 5 und Baaderstraße 19 (jeweils 1500 Mark). Drei 3. Preise gehen an die Dettelbacher Straße 1, Ludwigstraße 63 und Teutonenstraße 65 (jeweils dotiert mit 1000 Mark). „Anerkennungen“ (jeweils 500 Mark) erhalten die Berckhauserstraße 20, Vordergebäude, Karl-Bröger-Str. 9, Königstr. 79, Raupenschlag 1-11 und 2-12 und Großgründlacher Hauptstraße 4. Das renovierte Opernhaus erhält ebenfalls eine Anerkennung, allerdings ohne Geldpreis.

Quelle: Nürnberger Zeitung

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