Planungs- und Ausführungszeit: 2004, Nürnberg
Dieses Projekt ist vom Mut der Bauherren geprägt, in einem denkmalgeschützten Haus große Veränderungen durchzuführen. Es gab mehrere Konflikte: der Eingang, die Garderobe, die Küche, die Erschließung in die obere Ebene sowie der fehlende überdachte Außenbereich. Vor der Restaurierung (
Eine Restaurierung ist eine umfangreiche Instandsetzung, ohne gewohnter Planung, die rein optischer Natur ist.) der historischen Architektur (
Architektur ist eine, auf Technik basierende, Kunstform und wird oft auf Grund der Namensherkunft als „Erstes Handwerk“ bezeichnet.) hieß es erst einmal: Bestandsaufnahme.
Im Anschluss daran redeten wir viel über das Leben. Darüber, wie Kinder sich ausziehen und was uns Eltern am Leben mit Kindern stört. Wie zum Beispiel das Suchen von Schlüsseln oder das Verlegen von Handschuhen und Schals im Winter. So wurde uns klar, dass nur ein konsequenter Hausumbau mit einer Neuorganisation die Folge sein muss.
Somit begann die Modernisierung (
Eine Modernisierung beschreibt die technische Aufwertung der vorhandenen, die Bauphysik beeinflussenden, Bauteile um Energie zu sparen und damit...) der historischen Architektur mit dem Abbruch der überdimensionierten und falsch angelegten Innentreppe, dem Abbruch der Küche und der Schaffung eines überdachten Außenbereiches.
Das Kernstück des Entwurfes, der Eingang mit Wohnküche, wurde dann mit Raumschalen umgesetzt, die eine Doppelfunktion als Raumbegrenzung und Stauräume hatten. Unsere Aufgabe bei diesem Hausumbau war es, alles dafür zu tun, dass man sich als Familie um die Kinder kümmern kann und so im Alltag, mit dessen Haken und Ösen, nicht nervenaufreibend ständig am Suchen ist.