Projekte - Städtisches Wohnen auf dem Hirsvogelbunker am Wöhrder See - Einen Bunker zu modernisieren ist eine besondere und nicht einmal so seltene Herausforderung für Nürnberger Architekten.

  • Bild: Städtisches Wohnen auf dem Hirsvogelbunker am Wöhrder See
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050 - Städtisches Wohnen auf dem Hirsvogelbunker am Wöhrder See

Planungs- und Ausführungszeit: 2005, Nürnberg

Gerade als Architekt  
Der Architekt ist Berater, Planer, Künstler, Ingenieur, Freund und Wirtschafter zugleich.
 
in Nürnberg ist die Auseinandersetzung mit Architektur  
Architektur ist eine, auf Technik basierende, Kunstform und wird oft auf Grund der Namensherkunft als „Erstes Handwerk“ bezeichnet.
 
aus dem Krieg eine interessante Herausforderung. Das Stapeln von Geschichte wird im Falle dieses Bunkers mit Hilfe der Formensprache und durch die verwendeten Materialien verdeutlicht. So symbolisiert die schwarz gummierte Fassade, des in den Jahren 1940 und 1941 erbauten Bunkers, eine durch Angriffe verrußte Vergangenheit. Auf dieser ruht nun nach der Modernisierung  
Eine Modernisierung beschreibt die technische Aufwertung der vorhandenen, die Bauphysik beeinflussenden, Bauteile um Energie zu sparen und damit...
 
eine aus Quadern komponierte, kleinteiligere Wohnlandschaft, die im Gegensatz zum Bunker durch individuelle und offene Grundrisse sowie eine filigrane Fassade geprägt ist.

Eine natürliche Begrünung von halböffentlichen Wegen und Freiflächen sowie der großzügigen Dachgärten nimmt Bezug zum angrenzenden Nürnberger Cramer-Klett-Park. Der in der Komposition entwickelte Wohnturm auf der Freifläche vor dem Bunker bildet mit dem ihm gegenüberstehenden Gebäude das neue Wöhrder Stadttor aus. Er beherbergt neben in ihrer Größe variierenden Wohnungen auch einen Informations- und Ausstellungsbereich auf Straßenniveau. Der Bunker wurde vom Staat an einen privaten Investor verkauft und vielleicht riecht es ja irgendwann mal nach Gummi!