Planungs- und Ausführungszeit: 2007 - 2008, Nürnberg
„34 Senioren aus Flammen gerettet“ schrieben die Zeitungen im Mai 2007. Welch ein Glück! Nach dem Brand beauftragte uns der Besitzer mit einem Instandsetzungsgutachten und der Betreuung der Brandsanierung. Die Versicherung setzte einen von ihr bestimmten Architekten (
Der Architekt ist Berater, Planer, Künstler, Ingenieur, Freund und Wirtschafter zugleich.) ein. Dieser versetzte das Gebäude in den Ursprungszustand vor dem Brand zurück. Als verantwortlicher Sachverständiger verschlug es mir fast die Sprache! In den Begehungen zu den Abnahmen teilten wir ihm mit: „Prüfen und planen Sie als Architekt (
Der Architekt ist Berater, Planer, Künstler, Ingenieur, Freund und Wirtschafter zugleich.) den baulichen Brandschutz unter heutigen Gesichtspunkten!“
Für uns ist Brandschutz ein elementares Thema der Instandsetzung
Fazit: Das Gebäude war zwar fertig, aber es gab eine Nutzungsuntersagung. Es waren keine Rettungswege vorhanden, die eingebauten Türen passten und vieles mehr. Aber das Gebäude stand so da wie vor dem Brand.
Folglich wurden wir als Sachverständige beauftragt ein Brandschutzgutachten (
Dieses Gutachten wird von einem Architekten oder Brandschutzgutachter erstellt und wird bei vielen Bauvorhaben benötigt.) zu erstellen und mit dem Prüfer nach Lösungen zu suchen, denn das Haus hatte keine geradläufige Treppe und alle Zimmer zum Hof keinen zweiten baulichen Rettungsweg.
Wir entwarfen Brücken und zerschnitten die fertigen neuen Balkone. Wir planten Brandschutztüren und rissen die neuen Türen wieder raus. Wir bauten straßenseitig größere Fenster hinein und rissen die neuen wieder raus. So etwas entsteht aus Ignoranz der Sache gegenüber und bloßer Pflichterfüllung. Zahlen muss bis jetzt der Kunde: das macht uns sauer!