Planungs- und Ausführungszeit: 2008 - 2009, Berchtesgaden
Der Altbau (
Der Begriff Altbau bezeichnet im allgemeinen ein Gebäude, dessen Erstellung vor dem zweiten Weltkrieg datiert ist.) Hotel Hubertushof - im Besitz der Deutschen Bahn - aus Stein am Fuß des Watzmanns gebaut, ist ein wenig in die Jahre gekommen. Lange Zeit wurden die schlechten Luftbedingungen im Speiseraum akzeptiert – nicht zuletzt aufgrund der gästefreundlichen Preispolitik. Nun sollte Schluss sein mit Essensluft beim Eisenbahnerschmaus. Was zunächst nur eine Lüftungsanlage werden sollte, hat sich zu einer umfangreichen Modernisierung (
Eine Modernisierung beschreibt die technische Aufwertung der vorhandenen, die Bauphysik beeinflussenden, Bauteile um Energie zu sparen und damit...) entwickelt.
Gesamtlösungen erfordern den Willen aller Beteiligten
Als Grundlage der Planung des Hausumbaus rieten wir den Auftraggebern, ein tragfähiges Brandschutzkonzept zu erstellen. Darauf aufbauend auch die Errichtung eines gläsernen Solitärs im Bindeglied der beiden Hotelflügel. Die Herausforderung bestand einerseits darin, die Bauleitung von Nürnberg aus bei laufendem Hotelbetrieb zu koordinieren und andererseits, den richtigen Umgang mit der Heimatarchitektur der 30er Jahre zu finden. Modernisierung mit Bedacht war gefordert.
Es ist uns gelungen, alle Beteiligten in den wesentlichen Fragen zum Konsens zu bringen. Dass „heimlich“ Bordüren (
Eine Bordüre oder Borte ist eine linienartige Verzierung an einer Kante oder einer gewissen Stelle einer Wand.) in die WC-Anlagen verlegt worden sind, ist zu
tolerieren. Schließlich wurde der Altbau mit der Umgebung über die gläsernen Fugen mit dem Neubau (
Ein Neubau ist ein neu gebautes Haus, welches den Begriff teilweise bis zu dem Zeitpunkt der ersten aufwendigen Sanierung trägt.) verwebt.
Die Frage, warum die Baustelle von Anfang so gut lief, lässt sich leicht beantworten:
Wir haben den Hausumbau erfolgreich beendet. Die Gesamtlösung hat alle Beteiligten zufrieden gestellt. Das einzige, was wir dort zurückgelassen haben, ist unsere Bauleiterin, die sich in die Menschen und die Alpen so verliebt hat, dass sie nach Beendigung des Projektes ihren Wohnsitz gewechselt hat. Wir wünschen ihr viel Erfolg, eine gute Zeit und bedanken uns noch einmal für diese überragende Leistung.