Planungs- und Ausführungszeit: 2003, Nürnberg
In diesem Fall begann der Auftrag ungewöhnlich. Das Ehepaar hatte mehr als einen Architekten (
Der Architekt ist Berater, Planer, Künstler, Ingenieur, Freund und Wirtschafter zugleich.) eingeladen, um über die Ideen einer Erweiterung ihrer Doppelhaushälfte nachdenken zu lassen. Wir sind sehr froh darüber, dass unsere Ideen am Ende am überzeugendsten waren. Wir gingen nach dem „Gewinn des Architekten-Wettbewerbes“ kreativ an das Projekt heran, um dem Kunden aufzuzeigen, was inhaltlich und technisch bei einem Hausanbau möglich ist. Wir schauten uns auf dem Grundstück um. Aus einer Vielzahl von Möglichkeiten entschieden wir uns für das Thema Stelzenhaus, umgesetzt in Stahl und Holz. Bauen mit Holz und Stahl ist eine spannende Verbindung zweier unterschiedlicher Materialien.
Die Idee war klar: Wir entwickelten an der Giebelfassade der Doppelhaushälfte einen baumhausartigen Anbau (
Der Anbau ist ein neues, möglichst an den Bestand angepasstes, architektonisches Volumen, das fest mit dem vorherigen Bau verbunden ist.) an das Haus, der ein abendliches Rückzugsgebiet mit einem Balkon (
Ein Balkon ist ein Austritt an einem Obergeschoss, der aus der Wand herauskragt, offen ist und von einem Geländer umgeben wird.) zum Rotweintrinken für die Eltern besitzt sowie eine Erweiterung für das Kinderzimmer. Holz ist Holz, Stein ist Stein! Man kann sich vorstellen, dass man dieses „Baumhaus“ woanders wieder aufstellt und diese schlichte und bescheidene Doppelhaushälfte so ihre alte Gestalt wieder erhält.