Planungs- und Ausführungszeit: 2000 - 2001, Nürnberg
Nachdem es dem Verein Gesellschaft Museum möglich geworden war, den Park an eine Firma per Erbpacht zu vergeben, konnte aufgrund dieses ständig rieselnden Geldregens ein Kredit aufgenommen werden. Die lange fällige Instandsetzung (
Unter einer Instandsetzung versteht man eine Reparatur defekter oder verschlissener Teile, um die früheren technischen oder ästhetischen Aspek...) der historischen Fassade und des Daches der Stadtvilla (
Dies ist ein Gebäude, dass die Eigenschaften einer Villa vorweisen kann, aber in städtischer Umgebung zu finden ist.) konnte beginnen.
Die Sanierung (
Eine Sanierung ist eine Maßnahme, die eine technische Wiederherstellung und eine Modernisierung beinhaltet, ohne die Grundstruktur des Objektes...) der Stadtvilla stellte sich allerdings als kompliziert heraus. Der Schilfsandstein der Fassade war so stark geschädigt, dass wir Architekten (
Der Architekt ist Berater, Planer, Künstler, Ingenieur, Freund und Wirtschafter zugleich.) aufgrund des Budgets sehr viele Kunststücke vollbringen mussten. Innerhalb von drei Jahren wurden etwa 1,5 Millionen Euro investiert. Somit ist der Erhalt der Stadtvilla für die nächsten Jahre gesichert.
Wer historische Architektur sanieren will, braucht einen langen Atem
Der Verein investierte weiter in die Schönheit des Aufgangs, und kurz nach Fertigstellung umschwärmten hiesige Models das Raumerlebnis. Nachdem die Instandsetzung des Treppenhauses vollendet war, kamen wir auf die Idee, im Keller Bridge-Räume einzurichten. So mussten wir den alten Kohlenkeller im Gebäude herrichten. Wenn Architekten eine Instandsetzung ernst nehmen, bleibt kein Kohlenkeller bestehen. Es war schwierig, die Vereinsmitglieder davon zu überzeugen, dass diese Zone ein Erlebnisraum und Rückzugsgebiet für die Vereinsmitglieder werden kann.
Nach einer umfangreichen Trockenlegungsmaßnahme werden die Räume heute von einem der größten Bridge-Vereine Deutschlands genutzt. Wir hoffen, dass die Tiefe des Kellers der Stadtvilla den Mitgliedern die nötige Ruhe gibt.
Das Architekturbüro Grimm meinte am Ende der Zusammenarbeit:
„blauhaus hat einen guten Ruf in der Szene (korrekt, hart, fachlich exakt)“